3 Monate! (fast)

Wuhuu, noch 3 Tage! In 3 Tagen sind die 3 Monate schon wieder rum O.o. Wahnsinn wie schnell die Zeit vergangen ist.

Die nächsten paar Tage werde ich nicht zum schreiben kommen, also mache ich das gleich heute.

Wie geht es mir jetzt nach 3 Monaten Rohkost?

Super! 😀
Mit der Haut geht es seit gut einer Woche ständig Bergauf (Juhu!).
Von der Energie her auch alles einfach super. Inzwischen „Überlebe“ ich sogar die Nachtschicht ohne das ich in der Arbeit fast Umfalle vor lauter müde. Da tut sich also einiges. Auch mit dem Gewicht ging es ja in den 3 Monaten ein gutes Stück runter. Keine Ahnung wie viel ich zurzeit wiege, ich war jetzt schon eine weile nicht mehr auf der Waage bei meinem Dad. Ich weigere mich ja eine Waage in unsere Wohnung zu stellen :-). Die Dinger sind ja das reinste Folterinstrument.

Was mit in letzter Zeit vor allem auffällt ist das mein Körper immer mehr „Grünzeug“ will. Wenn ich im Wald unterwegs bin läuft mir direkt das Wasser im Mund zusammen wenn ich Wildkräuter sehe. Auch beim Einkaufen, ich lege einfach das in den Korb worauf ich Lust habe, auch hier wird es immer grüner.
Da hat sich das Verhältnis sehr zu Gunsten der Wildkräuter verschoben. Vor allem die Kakaomenge ging drastisch nach unten. Ich halte Kakao nach wie vor für eine tolle Sache und sorge auch weiterhin dafür das der nicht ausgeht :-D, aber die menge wurde schon viel weniger. Aber mal schauen ob sich das auch mal wieder ändert. Ich denke das spätestens im Winter die Kakaomenge wieder nach oben geht.
Für mich sind unsere Wildkräuter das wahre Superfood. Wenn man wirklich Essen will das einem Energie ohne ende gibt kann man nichts Besseres machen als in die Natur zu gehen und unsere heimischen Wildkräuter kennen zu Lernen. 🙂

Was mir auch aufgefallen ist, ist das mein Körper auf manche Sachen empfindlicher Reagiert als früher. Wir waren letztens in einem Asialaden in der nähe. Dort hat man uns eine Tasse Kaffee angeboten. Ich habe schon eine ganze Weile keinen Kaffee mehr getrunken, hab aber dann auf Höfflichkeit eine Tasse getrunken. DAS mach ich nicht mehr! Danach ging es mir gar nicht mehr gut. Bekam direkt Magenschmerzen davon.

Mir geht es zurzeit mit der Rohkost so super dass ich zurzeit gar keine Lust auf gekochtes habe. Das geht mir gar nicht ab, was mich selber irgendwie wundert. Ich dachte eigentlich immer das ich nie ohne Kartoffeln überleben kann, eigentlich eines meiner Lieblingsgemüse. Aber scheinbar geht es doch. In den 3 Monaten gab es auch nur 4 oder 5 mal was mit Süßkartoffeln. Ist also nicht so dass ich statt 3 Mal in der Woche Kartoffeln jetzt 3 Mal Süßkartoffeln esse.

Also geht es jetzt dann auch direkt in die Verlängerung und ich hänge noch mal 3 Monate dran :-).
Die Farben vom Essen sind intensiver, Aromen bleiben besser erhalten und ich fühle mich einfach besser, da muss es ja dann einfach damit weiter gehen *grins*.

Na dann, auf die nächsten 3 Monate :-). Nächsten Monat geht es dann für 1 Woche in den Urlaub. Wir fahren zu einem Freund von uns in die Schweiz, da wird es dann wohl auch mal was nicht Rohes geben. Auf jeden Fall wird der Vitamix dann wieder mal zum Reisemixer und darf mit in die Schweiz.
Schweiz, Berge, Natur, WILDKRÄUTER! Das wird sich der Mixer freuen :-D.

Grüne Minze für Schokolade und Kaugummi

Brrrrrr, eigentlich sollte doch schön langsam mal der Sommer kommen. Ich war heute bei gefühlten – 2 Grad und bei strömenden Regen im Wald unterwegs beim Kräuter sammeln. Zumindest einen Vorteil hat das regnerische Wetter, die Minze fühlt sich total wohl und wuchert wie verrückt. 🙂

Direkt im Wald gab es dann gleich mal selbst gebastelten Kaugummi. Dafür einfach 2 Blätter von der grünen Minze nehmen und zwischen die beiden Blätter etwas Harz geben (Fichten-, Kiefern-, oder Tannenharz). Die Blätter aufrollen und ab in den Mund damit 😀

Mit der Oberseite außen wäre es etwas schöner, für den Geschmack ist es aber egal welche Seite außen oder innen ist.

In dem Wald in dem ich heute Unterwegs war fließt ein kleiner Bach durch. Wenn man dem Bach folgt kommt man an eine kleine Stelle mit einer Sitzbank an der man den fröhlichsten Baum im Wald findet. Gleich 2 Smilies aus Moos zieren seinen Stamm :-).

Dann wurde gleich noch Schokolade mit einem Teil der erlegten Minze gemacht.

Pralinen mit grüner Minze

Für die Füllung:

30 g Cashew
50 g Honig
20 Minzeblätter

Die Blätter fein hacken und zusammen mit dem Honig in einer kleinen Schüssel verrühren.
Die Cashews im Mr. Magic fein mahlen und mit in die Schüssel geben. Alles vermischen und zur Seite stellen.

Für die Schokolade:

100 g Kakaobutter
20 g Kokosöl
60 g Erdmandelmus
50 g Kakao
80 g Honig
¼ TL Vanille

Kakaobutter und Kokosöl im Wasserbad schmelzen. Dann die anderen Zutaten zugeben und alles gut mit dem Schneebesen verrühren.
Pralinenformen nicht ganz zur hälfte mit Schokolade füllen und im Kühlschrank fest werden lassen. Dann die Füllung auf die Pralinenformen verteilen und mit Schokolade auffüllen. Die Füllung lässt sich am besten mit einem Spritzbeutel verteilen. Geht zwar auch mit einem kleinen Löffel, geht aber mit Spritzbeutel schneller und schöner.
Im Kühlschrank fest werden lassen.

Beim nächsten Mal werde ich aber mehr Kakao und weniger Honig für die Schokolade nehmen. Mir ist sie etwas zu süß. Für sich alleine recht lecker aber mit der süßen Füllung wird es dann zu viel. Die habe ich nicht bedacht beim anrühren der Schokolade. 40-50 g Honig hätten da leicht gereicht.
Versuch macht klug 😀

Die gesamte ausbeute (abgesehen von 4 Pralinen die ich schon verputzt habe die unterwegs auf geheimnisviolle Weise verschwunden sind)

Wildes Eis

Bei diesem Rezept habe ich mich von Dr. John Switzer inspirieren lassen. In seinem Buch hat er ein Rezept für ein Eis mit Wildkräutern. Das Rezept war mich aber zu Nusslastig. Die Idee fand ich aber genial und hab jetzt selber was zusammengebastelt. Und das Ergebnis ist einfach … GEIL! 😀 Ich weiß gar nicht wie ich den Geschmack beschreiben soll, das muss man einfach mal Probiert haben.
Beim nächsten mal werde ich die Wildkräuter vielleicht kurz ins Gefrierfach legen so das sie leicht angefroren sind, dann würde es eine bessere Konsistenz bekommen. So kommt es recht nah an das Softeis ran das es früher immer gab.

Wildes Eis

3 gefrorene Bananen
1 Handvoll Brennnesselblätter
1 Handvoll Sauerklee
1 TL Zimt
1-2 EL Honig oder Agave nach Geschmack
ein kleiner Schluck Wasser (ca. 5-6 EL, hab es nicht abgemessen)

Die Banane in Stücke schneiden. Dann alles zusammen im Vitamix auf höchster Stufe mithilfe des Stößels zu Eis verarbeiten.

Ergibt 1 große Eisschale oder 2 normale 🙂

Sauerkrautcracker

Zusammen mit den Sauerteigcrackern waren auch noch Sauerkrautcracker mit im Sedona. Wenn dann muss man den schon richtig auffüllen. 😀

Sehr leckere, salzige Cracker. Der Ideale Ersatz für Chips. Dazu passen ganz gut würzige und scharfe Dips. Zur Zeit sind sie meine absoluten Favoriten, die schmecken einfach genial :-).

Zutaten:

250 g Leinsamen (ich hatte goldenen)
500 g Sauerkraut (Roh, nicht Pasteurisiert!)
2 TL Kümmel, gemahlen
350 g Wasser
wer es sehr salzig will kann noch 1 TL Salz dazugeben

Die Leinamen im Vitamix fein mahlen und in eine Schüssel geben.

Dann die anderen Zutaten in den Mixbecher füllen und alles auf höchster Stufe pürieren. Alles in die Schüssel zu den Leinsamen geben und gut durchrühren.
Ich habe die Zutaten mit 250 g Wasser püriert und die restlichen 100 g dann zum ausspülen vom Becher verwendet damit so wenig wie möglich verloren geht.

1 Stunde lang stehen lassen. Dann den Teig auf 3 mit Paraflexxbögen ausgelegte Einschübe vom Sedona verteilen und dünn ausstreichen. Wer will kann das ganze dann noch mit Saaten, Kräutern, gehackten Nüssen oder was auch immer bestreuen.
Mit einem Teigschaber rillen in den Teig ziehen an denen man die Cracker nachher einfach auseinander brechen kann.

Bei 42 Grad 12 Stunden trocknen. Dann auf Einschübe ohne Paraflexxbögen stürzen, Folien abziehen und noch mal 12-14 Stunden trocknen lassen.

Buchvorstellung: Rohköstlich leben von Mimi Kirk

Heute geht es weiter mit meinen Lieblingsbüchern zum Thema Rohkost. 🙂

Mimi Kirk
Rohköstlich leben – Leckere Rohkost-Rezepte für Gesundheit und zeitlose Schönheit
22,90 €

 

Bei dem Buch hat es ewig gedauert bis ich es bekommen habe. Ich hatte es im Buchladen Vorbestellt und dann hat sich der Erscheinungstermin immer und immer wieder verschoben. Als ich die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte dass es überhaupt jemals auf Deutsch erscheint kam dann doch noch der Anruf vom Buchladen.
Seitdem steht das Buch nie lange im Regal, ich blättere ganz oft in dem Buch und lasse mich von Mimi Inspirieren.

In der Einleitung Erzählt Mimi einiges aus ihrem Leben, welche Krankheiten in ihrer Familie verbreitet sind und wie sie zur Rohkost gekommen ist.
Dann folgt erst mal eine kleine Einführung ins Thema Rohkost und Gesundheit. Neben Entgiftung/Detox geht sie hier auch auf Schlaf, Meditation, Spiritualität und noch einige andere Themen ein. Zum Thema Inhaltsstoffe in unseren Lebensmitteln gibt es auch einiges zum Lesen.

Nach der Theorie kommt die Praxis. Hier gibt es wieder eine kleine Einführung und einige Hinweise zum Umgang mit den Rezepten im Buch (wobei der wichtigste sein dürfte das man kreativ bleiben soll und auf den eigenen Körper und Geschmack hören soll. Also Abwandeln so das es für einen selbst passt.)

Die Rezepte sind Unterteilt in mehrere Kategorien. Los geht es mit Säften, Smoothies und Mocktails (Cocktails ohne Alkohol, nur aus frisch gepressten Säften). Da sind einige sehr schöne Ideen dabei.

Danach finden wir auch einige einfache Gerichte wie verschiedenen Salate, rohe Suppen und Dressings. Im großen und ganzen geht es im Buch aber schon Vollgas Richtung Gourmet Rohkost. Also um einen Mixer und ein Dörrgerät (hier geht auch Alternativ der Backofen) kommt man fast nicht herum wenn man mit dem Buch Arbeiten will. Aber das ist ja in den meisten (Roh)Kochbüchern so. 😀

Die Rezepte im Buch sind einfach Klasse. Alles was wir bisher daraus ausprobiert haben war einfach nur Genial. Man muss zwar einiges ersetzen. So wird z.B. öfter mal Jicamawurzel verwendet, die habe ich hier noch nie gesehen. Alternativ nehme ich einfach Kohlrabi, Pastinaken (wenn es geschnitten/gewürfelt) oder Blumenkohl (wenn es für eine Füllung fein geraffelt wird) her.

Geschmacklich war bis jetzt einfach alles super was wir Probiert haben Mein bisheriger Favorit ist die Käsesauce von Seite 254, da könnte ich mich glatt reinlegen. Wer andere davon überzeugen will das Rohkost aus mehr besteht als nur Selleriestangen und Karotten sondern auch wirklich Fantastisch schmecken kann der hat mit der Käsesauce schon gewonnen :-D.

Von der Aufmachung her ist das Buch sehr liebevoll gestaltet und es macht einfach spaß darin zu Blättern. Ein tolles Buch das ich sicher nicht mehr hergebe.

Sauerkirscheis

Es gab mal wieder Eis. Ich glaube ich habe noch nie so viel Eis gegessen wie seit der Anschaffung von einem Mixer 😀
Heute mal ein säuerliches, erfrischendes Eis. Demnächst müssen wir hier mal eine Ladung Eis im Mixer machen und uns damit auf die Bank vor der Eisdiele setzen 😀

1 Banane
400 g gefrorene Sauerkirschen (+ 2 zum Dekorieren)
¼ Tl Vanille
½ TL Zimt
1 ½ EL Kakaonibs

Die Banane Schälen.
Alles Zutaten außer den Kakaonibs im Vitamix auf höchster Stufe mithilfe des Stößels Pürieren.
Dann mit einem Löffel die Kakaonibs unterrühren.

Auf 2 Eisschalen verteilen und je 1 Kirsche oben drauf setzen.

Buchvorstellung: Dr. Switzers Heilkräftige Wildkräuter-Vitalkost-Rezepte

Ich wollte ja schon länger mal ein paar Bücher hier vorstellen die mich Inspirieren und durch das Rohkostexperiment begleiten. Heute stelle ich mal das erste vor.

Dr. John Switzer
Dr. Switzers Heilkräftige Wildkräuter-Vitalkost-Rezepte
Preis: 21 €

Wie der Titel schon sagt dreht sich hier fast alles um Wildkräuter.

Das Buch ist in erster Linie ein Rezeptbuch aus dem ich immer wieder gerne Anregungen hohle. Es ist kein reines Rohkostbuch auch wenn sie meisten Rezepte im Buch Roh sind oder sich einfach zu solchen Abwandeln lassen.

In der Einleitung geht Dr. Switzer auf sein Ernährungskonzept ein und auf einige Themen die man schon aus anderen Rohkostbüchern kennt (das „böse“ Gluten etc.), den teil habe ich aber weitestgehend Übersprungen. Dann wird auf die Vorzüge der Wildpflanzen eingegangen und warum er eine reine Rohkost zwar als erstrebenswert hält, man aber kein Dogma daraus machen sollte.

Dann geht es auch schon an die Rezepte :-D.

Diese sind Unterteilt in mehrere Kategorien:
–    Fruchtige Cocktails
–    Herzhafte Cocktails
–    Salate
–    Suppen
–    Sushi
–    Nudeln und Saucen
–    Porridges
–    Pfannkuchen und Toppings
–    Müslis
–    Quark, Humus und Käse
–    Brei, Paté und herzhafte Cremes
–    Dips, Salatsaucen und Pestos
–    Quiche
–    Wraps
–    Cracker
–    Salzige Knabbereien
–    Desserts und Puddings
–    Eiscreme
–    Kuchen
–    Süßes Gebäck und Knabbereien
–    Milch
–    Getränke
–    Babynahrung
–    Tiereiweißrezepte Süß/Herzhaft

Bei den Cocktails handelt es sich im Prinzip um grüne Smoothies und grüne Suppen. Hier findet man ein paar interessante Anregungen für neue Zusammenstellungen und man findet einige Kombinationsmöglichkeiten für verschiedene Wildkräuter.

Bei den anderen Abteilungen haben wir ein buntes Sammelsurium an Rezepten rund um Wildkräuter. Ich habe schon einiges daraus nachgemacht und das meiste war echt gut. Ein Buch das die Rohkostküche auf jeden Fall bereichert.
Die meisten Rezepte sind wie gesagt Roh, einige werden leicht erhitzt oder gebacken. Bei einigen Suppen wird kochendes Wasser verwendet. Das kann man aber alles auch auf Roh abwandeln. Anstatt kochendes Wasser kaltes oder lauwarmes, anstatt Backen in den Dörri etc.

Seit dem ich das Buch gelesen habe steht hier auch ständig Quinoa beim keimen herum. Der kommt im Buch immer wieder vor und ist bei Dr. Switzer eine art Grundnahrungsmittel. Gekeimt oder erst gekeimt und dann fermentiert.

Es kommen aber nicht nur Wildpflanzen zum Zugsondern es finden sich auch Rezepte mit Kulturgemüse wie Sellerie, Spinat und verschiedene Kohlsorten die er vor allem für den Winter empfiehlt wenn man kaum Wildkräuter findet.

Was mir bei den Rezepten gefällt ist das nach dem meisten Rezept noch ein paar Worte zum Erährungskonzept hinter dem jeweiligen Rezept kommen. Da wird erwähnt wie die Hauptzutaten oder die Kombination im Rezept wirkt und wie man sich danach so fühlt. Das ist toll geschrieben und man spürt die Begeisterung mit der das Buch geschrieben wurde.

Was immer wieder Empfohlen wird in dem Buch ist die Mikromineralien Uressenz. Damit habe ich nicht experimentiert und kann nichts dazu sagen ob dadurch die Wirkung von Wildkräutersmoothies wirklich gesteigert wird. Zurzeit reizt mich diese Essenz auch nicht, aber das kann ja jeder selbst entscheiden :-). Ich habe den Titel vom Buch oben zu einem shop verlinkt in dem ihr auch die Uressenz bekommt falls ihr damit experimentieren wollt.

Was noch schön gewesen wäre ist ein Kapitel in dem die wichtigsten Kräuter die verwendet werden vorgestellt werden (Standort, Sammeln, Bestimmungsmerkmale, Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern). Dafür finden wie Hinweise auf Kräuterwanderungen und gute Bestimmungsbücher. Aber das stört nicht weiter, es ist ja auch ein Rezeptbuch und kein Bestimmungsbuch 🙂

Ein Kritikpunkt ist das sich das Buch stellenweise wie eine Werbebroschüre für Keimling liest. Bei vielen Rezepten steht dann danach noch dabei dass es dieses oder jene Gerät oder Lebensmittel bei Keimling gibt. Das hat mich nach einer Weile richtig gestört. Ich will in einem Buch einfach nicht ständig irgendwelche Firmennamen lesen, das stört mich immer irgendwie.

Alles in allem ein tolles, Praxisnahes Buch aus dem man viel Wissen und Anregungen ziehen kann. Sollte im Regal nicht fehlen.

Bananen-Kokos-Kuchen

Die Experimente mit Rohkostkuchen laufen gerade auch Hochtouren 😀 langsam werden sie brauchbar. Ich habe also noch Hoffnung *g

Beim nächsten Mal gebe ich aber mehr Chiasamen in die Füllung. Ich habe ihn über Nacht im Gefrierfach verstaut damit er die etwas längere Fahrt Überlebt und nicht unterwegs schmilzt. Er wurde dann halbgefroren verputzt :-).
Ganz aufgetaut ist die Füllung noch recht weicht, da gibt es das nächsten mal die dreifache menge Chia.

Für den Teig:

320 g Haselnüsse
300 g Mandeln
500 g Datteln
2 TL Zimt
½ TL Muskat
3 TL Maca

Haselnüsse, Datteln und die Mandeln durch den Fleischwolf drehen. Zimt, Muskat und Maca zufügen und alles gut durchkneten.
Während dem kneten versuchen nicht zuviel Teig zu Naschen :-D.

Den Teig in eine runde Springform drücken. Dabei einen ca. 2 cm hohen Rand stehen lassen.

Für die Füllung:

3 Bananen
2 EL frisch gepresster Zitronensaft
abgeriebene Schale von 1 Zitrone
½ TL Vanille
3 EL Chiasamen (da werde ich das nächste Mal 9 nehmen)

Bananen schälen und dann alles zusammen im Vitamix Pürieren.
Dann noch 2 EL Kakaonibs und 7 EL Kokosflocken unterrühren und das ganze 30 Minuten im Kühlschrank stehen lassen. Die Füllung dann auf den Kuchenboden geben und gleichmäßig darauf verteilen.
Dann das ganze in den Kühlschrank stellen.

Für die Glasur:

90 g Kakaobutter
4 TL Kakao
½ TL gemahlene Tonkabohne (oder Vanille)
3 ½  TL Honig

Die Kakaobutter im Wasserbad oder einem Topf bei kleinster Herdeinstellung schmelzen. Dabei immer wieder mal mit dem Finger prüfen dass das ganze nicht zu warm wird.

Wenn die Kakaobutter flüssig ist die restlichen Zutaten dazugeben und mit dem Schneebesen verrühren. Die Mischung mit dem Schneebesen 2-3 Minuten schlagen.

Dann das ganze auf dem Kuchen verteilen. In die noch Flüssige Glasur Buchweizen einstreuen. Das gibt später einen tollen Knuspereffekt.

Das ganze dann über Nacht in den Gefrierschrank stellen.

Vitamix

Ich hatte ja jetzt eine ganze weile den Vitamix TNC 5200 zum testen den mir Simon vom Perfekte Gesundheit Shop zur Verfügung gestellt hat. Jetzt setze ich mich endlich bei einer Tasse Green Smoothie an den Rechner und schreibe etwas dazu.

Etwas Vorgestellt habe ich den Gastmixer ja schon hier.

Vorab schon mal so viel, er macht viel spaß.

Zum Lieferumfang
Neben dem Mixer selbst findet sich noch einiges andere in der Verpackung.

Die Anleitung ist recht ausführlich und bebildert. Beim durchlesen der Anleitung musste ich immer wieder mal grinsen, man merkt einfach das der Vitamix aus den USA kommt weil jede Kleinigkeit erwähnt wird die man unter keinen Umständen mit den Mixer machen sollte. Das man nicht in einen Laufenden Mixer fasst oder den Motorblock nicht ins Wasser taucht („Zum Schutz gegen elektrischen Schlag, die Motoreinheit niemals in Wasser oder andere Flüssigkeit tauchen“ :-D) sollte eigentlich klar sein.

Neben der Anleitung gibt es auch einen Ordner mit Rezepten. Vorschläge für Suppen, Soßen, Dips, Dressings, Smoothies und Co.
Sowohl die Anleitung als auch der Rezeptordner sind Mehrsprachig. Die Einzelnen Sprachen sind durch verschiedene Farben markiert. Ob es Absicht war das deutsch braun ist?

Eine DVD gibt es auch mit dazu. Sozusagen „Der Film zur Anleitung“.
Hier wird der Vitamix erklärt, gezeigt wie er Funktioniert und einige Rezepte werden vorgeführt.
Die Vorführung auf der DVD ist die schrecklichste die ich jemals gesehen habe. Das ganze kommt daher wie eine Dauerwerbesendung aus den 50er Jahren und ist auch noch grauenvoll Synchronisiert. Man kommt sich beim ansehen vor wie beim Teleshopping und warten nur die ganze zeit darauf das jemand sagt „Nancy, sieh dir das hier mal an“ „Oh mein Gott, das ist ja Unglaublich“ 😀
Hier könnte Vitamix ruhig mal etwas neues Produzieren. Das Video findet ihr auch auf dem Kanal vom PGS bei Youtube.

Zum Mixer

Das der Vitamix spaß macht habe ich ja schon erwähnt 😀

Ich habe den Vitamix immer wieder mit meinem Mixer Verglichen. Das Model „Tom“ von Saro. Die Kategorien waren: Smoothies, Soßen & Dressings, Dips, Rohkostsuppen, Mandel/Nussmus, Teig für Cracker, Eis.

Smoothies:

Tom macht echt gute Smoothies, aber der Vitamix macht hervorragende. Im Vitamix werden sie um einiges cremiger und es setzt sich viel seltener etwas ab. Wenn ich zuviel Smoothie auf einmal gemacht habe stelle ich den Rest immer in den Kühlschrank. Nach einigen Stunden teilt sich der Smoothie dann in 2 Schichten. Unten eine Schicht Wasser und oben eine recht feste. Das passiert mir beim Vitamix viel seltener.
Die Smoothie sind auch schneller fertig in ihm. Auch wenn er etwas weniger Umdrehungszahlen hat als der Tom setzt er sie deutlich Kraftvoller um.

Der größte Vorteil beim Vitamix ist für mich aber das er mit jedem Grünzeug fertig wird. Bei meinen bisherigen Mixern hatte ich immer das Problem das sich Grünzeug wie Karottengrün oder auch Labkraut gerne mal um die Klingen gewickelt haben wenn man es nicht in ganz kleine Stücke zerschnitten hat. Und gerade bei Karottengrün bleiben immer viele Blätter und Stängelteile im Smoothie übrig die nicht zerkleinert wurde. Der Vitamix zerkleinert das alles auch ohne vorheriges klein schneiden und bisher hat sich noch nichts um die Klingen gewickelt. 🙂

Soßen & Dressings:

Bei Soßen und Dressings aus frischen Zutaten nehmen sich die beiden nicht viel. Da konnte ich keinen unterschied feststellen.
Anders wird dass sobald festere Sachen ins Spiel kommen wie Datteln, Feigen, getrockneten Tomaten und anderen getrockneten Gemüse. Der Vitamix püriert hier alles sehr fein während beim Tom oft gröbere Stücke übrig bleiben. Das hat mich zwar nie wirklich gestört aber es gibt ja einige die da empfindlicher sind.

Dips:

Der größte Unterschied zwischen den beiden Mixern ist der Wasserbedarf bei Dips. Beim Tom brauche ich deutlich mehr Wasser als beim Vitamix um einen cremigen Dip zu bekommen.
Ansonsten ist es wie auch bei den Soßen und Dressings mit den getrockneten Zutaten.

Rohkostsuppe:

Hier nehmen sich die beiden nicht viel. Ich habe während der Testphase Grüne Suppen, Rohkostsuppen, Kürbissuppe und Tomatensuppe gemacht. Da nahmen sich die beiden nicht viel 🙂

Mandel/Nussmus:

Hier kann man Tom komplett vergessen. Wenn ich im Tom Nussmus machen will brauche ich Unmengen an Öl und das Ergebnis wird eher Grobkörnig. In der Konsistenz fast wie Griesbrei. Also alles nur kein Mus.
Im Vitamix braucht man zwar auch etwas Öl aber vor allem Geduld. Durch die hohen Umdrehungszahlen wird das ganze recht schnell sehr warm. Man kann immer nur kurz mixen und muss dann wieder 20 Minuten abkühlen lassen. Das ganze zieht sich also etwas in die länger. Zur Belohnung bekommt man dann aber ein sehr feines Nussmus das es durchaus mit denen aus dem Bioladen aufnehmen kann. Darüber hinaus hat man hier noch den Vorteil das das man ganz nach belieben Experimentieren kann und ganz Individuelle Mischmuse aus Mandeln, Nüssen und Samen Herstellen kann.
Gerade wer viel mit Mandel/Nussmus macht kann hier auch eine menge Geld sparen indem man sie ganz einfach selbst Herstellt.

Teig für Cracker:

Hier habe ich doch Tatsächlich eine Schwachstelle vom Vitamix gefunden 😀
Und zwar Leinsamencracker. Ich habe für Leinsamencracker 2 Tassen (250 ml Tasse) Leinsamen mit 5 Tassen Wasser eingeweicht und dann 1 Stunde Quellen lassen. Dann Gewürze dazu und alles in den Vitamix und Püriert. Nach wenigen Sekunden sprang der Überhitzungsschutz. Ich habe noch 1 Tasse Wasser dazugegeben und noch mal eingeschaltet. Und wieder sprang der Überhitzungsschutz. Die gleiche Menger packt der Tom ohne Probleme.
Ich bin inzwischen dazu Übergegangen zuerst die Leinsamen mit den Gewürzen im Mixer zu mahlen und dann das ganze in einer Schüssel mit Wasser anzurühren.
Bei einem Brot aus gekeimten Getreide und gekeimten Sonnenblumen letztens war es ähnlich. Da brauchte ich recht viel Wasser damit der Vitamix das ganze Püriert hat.
Mit Gemüsecrackern mit wenig Leinsamen etc. hat er dagegen kein Problem. Also der Vitamix und eingeweichte Leinsamen oder zu viele Sprossen auf einmal werden bei mir keine Freunde werden 😀

Eis:

Eis! Rohkosteis! Es gibt nichts Besseres. Wer einmal Eis aus einem Turbomixer gegessen hat wird nicht mehr zum Italiener gehen.
Beide Mixer machen gutes Eis. Tom hat hier aber den Nachteil dass man einiges an Wasser braucht damit er die gefrorenen Früchte richtig greift. Beim Vitamix geht das bei den meisten Obstsorten sogar ganz ohne Zusätzliche Flüssigkeit. Dadurch wird das Eis im Vitamix cremiger und schmilzt nicht so schnell.
Der Vitamix macht auf jeden Fall das beste Eis der Welt 😀

Was ich noch ausprobiert habe im Vitamix ist das mahlen von Getreide. Das wird auch in der Anleitung und in der DVD gesagt das man ihn zum Getreide mahlen verwenden kann. Also das Funktioniert auf jeden Fall nicht. Das was man da dann am Ende hat ist bestenfalls feiner Gries aber kein Mehl. Mit einer Getreidemühle kann er nicht mithalten.

Im Großen und Ganzen schneidet der Vitamix hier besser ab als Tom (allerdings liegen auch knapp 300 € zwischen den beiden) und gerade bei Nussmus und ganz massiven Sachen hat er keine Chance gegen den Vitamix. Vor allem die Studenlose Geschwindigkeitsregulierung ist beim Vitamix super, die finde ich einfach genial (auch wenn ich meistens eh mit dem Turboschalter unterwegs bin). Beim Tom gibt es statt dessen drei feste Geschwindigkeitsstufen und den Turboknopf.

Der Tom ist sozusagen das Einstiegsmodel und der Vitamix schon die Profiliga.

Fazit:

Was ist jetzt mein Fazit zum Vitamix?

Man braucht ihn sicher nicht um sich gesund (gleich ob nun Rohkost, Vollwertkost etc.) zu Ernähren. Aber er bringt auf jeden Fall Abwechslung in die Küche und bietet Unglaublich viele Möglichkeiten viel Selbst zu machen. Vom besten Eis der Welt bis hin zu Mandelmus oder Nussmus das in Rohkostqualität fast Unbezahlbar ist.
Auch bei Soßen, Dips und Dressings spart er eine Menge Zeit. In 1 Minute ist alles Fertig und das Saubermachen ist genau so schnell erledigt. Mal abgesehen von Mandel/Nussmus, Schokolade, das setzt sich verdammt gut im Becher fest was an der Form liegt. Ich mache es mir hier immer einfach indem ich nach der Herstellung von diesen Sachen gleich noch Kakao mache ohne den Becher davor zu reinigen. So verschwendet man weniger.

Lohnt sich die Anschaffung von einem Vitamix nun?
Das kommt ganz darauf an was man damit machen will. Wer sich einmal im Monat einen Smoothie macht und jedes halbe Jahr mal ein Dressing oder einen Dip damit macht braucht ihn sicher nicht, hier tut es auch ein billiger Mixer.
Wer aber Regelmäßig Rohe Leckereien zubereiten will und auch seine Nussmuse etc. selbst Herstellen will der ist mit dem Vitamix gut beraten. Ebenso wenn man Perfekte Ergebnisse will mit denen man auch mal Gäste davon Überzeugen will das die Rohkost mehr ist als Möhrchen und Selleriestangen 😉

Mich hat der Vitamix auf jeden Fall Überzeugt. Er hat mich sogar so Überzeugt dass er gleich bei uns Einziehen durfte. Der Vitamix in rot bringt jetzt Farbe in unsere Küche :-). Ich gebe den nicht mehr her.

Veggie Schaschlik

Das ich den Sedona einfach Liebe habe ich schon mal erwähnt, oder? 😀

Heute gab es Schaschlik in der Rohkostversion. Das ganze ging gestern Spontan, also heute kein genaues Rezept, ihr müsst selbst kreativ werden 😉

An Gemüse hatte ich: Zucchini, kleine Tomaten, rote Paprika, Champignons, Zwiebeln und 1 Stange Sellerie die ich noch im Kühlschrank gefunden habe.

Das Gemüse putzen/schäle und die Stücke schneiden. Alles zusammen in eine Schüssel geben. Eine Marinade aus Öl, Essig, Gewürzen und Kräutern nach Wahl machen und über das Gemüse gießen und alles gut durchmischen. Über Nacht stehen lassen.
Ich habe das ganze mit Pfeffer, Chili, Basilikum, Oregano und etwas Thymian gewürzt.

Am nächsten morgen das Gemüse auf Schaschlikspieße stecken. Dieses mal kommt das ganze nicht in den Mixer sondern in den Sedona :-D. Die Einschübe davor mit Paraflexxbögen auslegen sonst versaut man sich die Trockengitter auf Lebenszeit.

Bei 42 Grad dörren bis es so aussieht wie man es gern hätte. Ich habe das ganze einfach ohne Timer laufen lassen während ich in der Arbeit war. Waren knapp 9 ½ Stunden, das war etwas zu lang, zumindest die Champignons sind etwas verbrannt verdörrt. Waren aber trotzdem lecker.

Das ganze gab es bei uns dann mit einer scharfen Tomatensoße und gekeimten Quinoa (mit Salz, Apfelessig, Pfeffer, Paprika und Dill abgeschmeckt).

Die Spieße sind noch von meiner Oma. Vermutlich das erste mal das die was rein Vegetarisches sehen 😀

Auch verdammt gut: Tomaten aus dem Sedona.

Tomaten halbieren und auf mit Paraflexxbögen ausgelegte Einschübe vom Sedona setzen.
Mit Salz und Pfeffer bestreuen. Fein gehackte Kräuter nach Wahl mit etwas Olivenöl vermischen und auf den Tomaten verteilen. Dann bei 42 Grad 8-9 Stunden in den Sedona schieben :-).

Sauerteigcracker

In einem Forum in dem ich unterwegs bin kam letztens die Frage auf ob man auch Sauerteigcracker machen kann. Ich Liebe Sauerteigbrot, also musste das gleich mit Crackern probiert werden :-). Das ganze schmeckt recht intensiv aber durchaus lecker. Beim nächsten mal werde ich etwas weniger Sauerteig nehmen.

Sauerteigcracker

500 g Wildroggen
100 g Sonnenblumenkerne
100 g Braunhirse
100 g Sauerteig
1 TL Meersalz
2 TL Kümmel, gemahlen
300 ml Wasser

Wildroggen, Sonnenblumenkerne und Braunhirse vorab ankeimen lassen und den Sauerteig ansetzen. Eine Anleitung zum Ansetzen vom Sauerteig findet ihr hier.

Die Sprossen auf 2 Portionen mit je 150 ml Wasser im Vitamix pürieren. Ich habe zuerst alles auf einmal in den Mixer gegeben mit dem Ergebnis das nach wenigen Sekunden der Überhitzungsschutz geschaltet hat. Auch nach teilen der menge war der Vitamix nicht so ganz davon überzeugt. Gerade von der gekeimten Braunhirse bleibt recht viel ganz, aber das hat mich dann nicht weiter gestört.
Das ganze in eine Schüssel geben. Den Sauerteig, Kümmel und das Salz unterrühren und alles über Nacht an einem warmen Platz gehen lassen.

Am nächsten Tag das ganze noch mal durchrühren und auf Paraflexxbögen Ausstreichen (wurden im Sedona 3 volle Einschübe und einer mit 4 kleineren, runden Crackern) und nochmal 3-4 Stunden gehen lassen. Mit einem Teigspatel etc. rillen vorziehen. Dann fällt nach dem Trocknen das zerteilen leichter.

Nach Lust und Laune noch mit verschiedenen Saaten, Nüssen oder Kräutern bestreuen.

12 Stunden bei 42 Grad trocknen, dann auf  Einschübe ohne Paraflexxbögen stürzen und noch mal 10-12 Stunden trocken. Die Trockenzeit hängt davon ab wie dick das ganze ausgestrichen wurde.

Bevor das ganze in den Sedona kam:

Und hinterher 🙂

Ein kleines Dankeschön

Gestern habe ich den Vitamix zurückgeschickt an den  Perfekte Gesundheit Shop. Den durfte ich ja fleißig testen. Den abschließenden Beitrag zur Vitamix Testphase kommt dann die nächsten Tage noch :-). Aber schon mal so viel, er macht spaß 😀

Als kleines Dankeschön habe ich dann noch etwas zusammengebastelt und einen Teil davon mitgeschickt. Und auch hier sage ich noch mal Danke für das zur Verfügung stellen vom Vitamix 🙂

Rundes Heroin

Der Namensvorschlag kam von meinem Freund weil er meint dass sie genauso süchtig machen (was wir jetzt aber nicht beurteilen können).

Eigentlich wäre etwas im Vitamix gemachtes passender gewesen aber der Entsafter brauchte auch mal wieder Arbeit. Der Oscar NEO DA 1000 arbeitet nach demselben Prinzip wie ein Fleischwolf, nur das noch ein Sieb mit drin ist. Man kann das ganze also auch im Fleischwolf machen.

Zutaten:

250 g Haselnüsse
250 g Mandeln
260 g Datteln
240 g Feigen
½ TL gemahlene Tonkabohne
½ TL Zimt
3 EL Kakao
10 g Walnussöl

Die Haselnüsse, Mandeln, Datteln und Feigen mischen und dann alles durch den Entsafter/Fleischwolf jagen.
Die restlichen Zutaten zugeben und alles gut miteinander vermischen. Dann noch mal durch den Entsafter jagen.

Aus der Masse kleine Kugeln formen.

Einen Teil der Kugeln habe ich noch in Kokosflocken gewälzt, den anderen Teil in einer Mischung aus 2 TL Kakao und ½ Tl Maca.
Die Kugeln sind anfangs noch etwas Ölig, dadurch haftet das Kakaopulver recht gut und zieht Feuchtigkeit. Nachdem sie richtig durchgezogen sind wird daraus eine richtig schöne „Kakaokruste“.

Über Nacht in den Kühlschrank verfrachten damit das ganze noch richtig durchziehen kann.

Und dann am besten verstecken sonst sind sie gleich wieder weg 😉

Die Gesamtausbeute (zumindest das was ich bis zum Foto retten konnte).

Die Portion die auf die Reise mitging damit sich der Vitamix nicht so einsam fühlt unterwegs *g*

Wildes Menü

Heute habe ich mich richtig geärgert. Wir sind heute noch zum Kräuter sammeln in den Wald gegangen. Im Wald war in einiger Entfernung irgendetwas kleines, Wuscheliges auf dem Waldboden zu sehen. Eine kleine Eule die wohl aus dem Nest gefallen ist. Sie drehte den Kopf in unsere Richtung und hat sich dann nicht mehr bewegt/tot gestellt. Vermutlich hat sie dabei innerlich ständig das Mantra „Ich bin ein Stein, tu mir nichts, ich bin ein Stein“ wiederholt.
Und ich hatte meine Kamera nicht dabei. Einmal habe ich keine Kamera im Wald dabei und genau dann sitzt da einfach so ein kleiner Flauschel auf dem Boden :-(. Nicht nett vom Universum, das muss ich schon mal sagen.

Erlegt haben wir heute unter anderem 1 Tüte voll Brennnessel für ein Pesto das danach noch zu einer Soße für Zucchinispaghetti weiterverarbeitet wurde.

Für das Pesto:

180 g Brennnesselblätter
140 g Sonnenblumenöl
1 ½ TL Salz
100 g Sonnenblumenkerne.

Alle Zutaten in den Vitamix geben und auf Stufe 4 mithilfe des Stößels alles Zerhäckseln. Das ganze soll nicht direkt püriert werden.
Wenn man höchstens bis Stufe 4 geht bekommt das ganze eher die typische Pesto Konsistenz. Auf höchster Stufe wird das ganze schon eher eine creme.

Dann in ein sauberes Honigglas geben und mit einer Schicht Öl bedecken. Das Pesto im Kühlschrank aufbewahren.

Direkt nach dem Einfüllen ins Glas. Jetzt nur noch den Rand saubermachen, Öl drauf und ab in den Kühlschrank damit 🙂

Etwas vom Pesto musste dann gleich auf einen Gemüsecracker.

Spaghetti mit Brennnesselsoße

Für die Spaghetti 2 große Zucchini im Spirali zu Spaghetti verarbeiten. Alternativ wenn man keinen Spirali hat die Zucchini mithilfe von einem Sparschäler zu Bandnudeln verarbeiten.

Für die Soße:

5 EL Brennnesselpesto
1 EL Hefeflocken
1 Zehe Knoblauch
60 ml Wasser
Pfeffer und Muskat nach Geschmack
1 Zwiebel

Alle Zutaten außer der Zwiebel im Mixer auf höchster Stufe mixen.
Die Zwiebel schälen und fein Würfeln. Alles über die Spaghetti geben und vermischen. Das ganze auf 2 Teller verteilen und mit Hefeflocken bestreuen. Falls zur Hand kann man noch verschiedene, essbare Blüten darüber streuen.

Als Nachtisch gab es dann noch Eis. Im Wald haben wir auch grüne Minze erlegt, die musste natürlich auch mit 😀

Himbeer-Kokoseis mit grüner Minze

100 g Wasser
10 Blätter grüne Minze
25 g Kokosraspel
½ Zitrone (ohne Schale)
400 g Himbeeren
1 EL Honig (Sommertracht)

Alle Zutaten außer den Himbeeren im Vitamix auf höchster Stufe mixen bis von den Blättern nichts mehr zu sehen ist. Dann die Himbeeren dazugeben und alles auf höchster Stufe mithilfe vom Stößel zu Eis verarbeiten. Fertig 🙂

Miniatur Schokokuchen

Ich hatte vorhin noch Lust auf etwas Süßes. Also schnell aus Sonnenblumenkernen und einigen anderen Zutaten einen Teig gemacht. Zuerst wollte ich daraus Kugeln formen, habe aber dann doch etwas anderes Probiert und den Teig in Pralinenformen gedrückt. Mal was anderes als immer die übliche Kugelform.

200 g Sonnenblumenkerne
40 g Kakao
1 TL Maca
1 TL Zimt
¼ TL gemahlene Tonkabohne oder Vanille
1 Priese Salz
90 g Honig (oder Agavendicksaft)
50 g Kokosöl

Die Hälfte der Sonnenblumenkerne in der Kaffeemühle mahle. Die andere Hälfte grob mahlen/hacken.

Die gemahlenen/gehackten Sonnenblumenkerne zusammen mit den anderen trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Dann Honig und Kokosöl unterrühren und alles gut miteinander verkneten.

Den Teig in Pralinenformen aus Silikon drücken und für 15-20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Dann aus der Form drücken und schon sind sie fertig.

Im Kühlschrank aufbewahren.

Gemüsecracker

Heute mal Resteverwertung. Ich sammle seit einer weile Gemüserest (Anschnitte, was übrig bleibt etc.). Wandert immer alles in eine Tüte im Gefrierfach und wenn da einiges zusammen ist wird es weiterverarbeitet. Heute gab es Gemüsecracker. In der Gemüsetüte hatte ich dieses mal Karotten, rote Beete, Lauch, Sellerie, Fenchel & Süßkartoffel.

Gemüsecracker

500 g goldener Leinsamen
100 g Hirse
4 EL Salzsole
Je 1 EL Thymian, Basilikum, Oregano
¾ EL Paprika
230 g Weizensprossen
780 g Gemüse
1 Liter Wasser

Leinsamen und Hirse im Vitamix fein mahlen und in eine Schüssel gebe.
Dann die restlichen Zutaten zusammen im Mixer pürieren und mit in die Schüssel geben. Alles gut miteinander verrühren und 1 Stunde lang quellen lassen.

Auf Paraflexxbögen verteilen und ca. ½ cm dick ausstreichen. (wurden bei mir 6 ½ Einschübe vom Sedona voll). Nach Wunsch noch mit Sesam, Mohn, Hanfsamen, Kräutern etc. bestreuen.

Mit der stumpfen Seite von einem Messer rillen in den Teig ziehen (Entlang der rillen lassen sich die Cracker dann nach dem trocknen einfach brechen). Bei 41 Grad 14 Stunden trocknen. Dann Umdrehen und noch mal 8 Stunden lang trocknen.

Dazu gab es noch einen Aufstrich mit Bärlauch 😀

200 g Sonnenblumenkerne
120 g Wasser
1 TL Salz
¼ TL Schabzigerklee
Pfeffer & Paprika nach Geschmack
1 TL Waldhonig
3 EL Apfelessig
50 g Öl (hatte 40 g Olivenöl, 10 g Hanföl)
13-15 Blätter Bärlauch

Alle Zutaten in den Vitamix werfen und ab die Post 😀

Dann noch 4-5 Blätter Bärlauch klein schneiden und unterrühren. Ab auf die Cracker damit und genießen 🙂

Auf der Jagd

Gestern waren wir noch mal auf Bärlauchjagd.

Zuerst ging es durch querfeldein durch den dichten Wald. Einfach schön, es wird von Tag zu Tag grüner dort 🙂

Dann geht es los mit den Bärlauchfeldern. Bärlauch so weit das Auge reicht. Nicht nur die Tasche wird gefüllt sondern auch gleich der Magen. Gibt nichts besseres als frischen Bärlauch 😀

Unterwegs haben wir dann gleich noch festgestellt dass der Mensch doch von Natur aus ein total gefährliches Raubtier ist. Doch, echt, ich kann es beweisen. Hier, ich hab ein Blatt erlegt, sag ich doch, ganz gefährlich 😀

Am Abend gab es dann noch passend Zum Tag Spaghetti mit Bärlauch. Heute gibt es keine Mengenangaben. Hatte gestern keine Zeit Lust die Zutaten mitschreiben.

2 kleine Zucchini zu Spaghetti verarbeiten. Gewürfelte Tomaten, Zwiebeln und Paprika darunter mischen. 1 Handvoll Bärlauch in dünne streifen schneiden und auch Untermischen.

Aus Cashews, Wasser, Apfelessig, Honig, Salz und Tomatenpesto (getrocknete Tomaten, Salz, Olivenöl, Chili & Sonnenblumenkerne) und Pfeffer im Mixer eine Soße machen. Alles mischen und darüber herfallen bevor man verhungert *g*.

Buchensalat und Erdmandelmus

Heute ging es wieder in den Wald zum Kräuter suchen. Wir haben hier in der Umgebung recht viele schöne Wälder. Da wird dann immer wieder mal gewechselt. Ich will nicht immer nur im selben Wald sammeln, die Kräuter sollen ja nicht nur von mir gegessen werden sondern auch noch wachsen und sich fleißig vermehren 🙂

Neben den üblichen verdächtigen wurden heute ein paar Rotbuchen um Blätter erleichtert. Ja, ja, jetzt geht es auch den Bäume an die Blätter 😀
Die jungen Blätter erinnern geschmacklich an Sauerampfer und bieten sich geradezu für einen Salat an.

5 Hände voll junge Buchenblätter
2 Zwiebeln

Die Zwiebel schälen und halbieren. In dünne Scheiben schneiden und zusammen mit den Buchenblättern in eine Schüssel geben.

Für das Dressing:

100 ml Wasser
1 EL Sonnenblumenöl
1 EL Hanföl
1 TL Honig oder Agavendicksaft
1 TL Apfelessig
5-6 Blätter grüne Minze
Salz und Pfeffer nach Geschmack

Alle Zutaten in einem kleinen Mixer mixen. Über den Salat geben und alles vermischen.

Das ganze auf 2 Teller verteilen und noch mit schwarzem Sesam und essbaren Blüten nach Wahl bestreuen (z.B. Taubnessel, Gänseblümchen, Löwenzahn, Sauerklee etc.)

Neben der Kräuterjagd habe ich heute endlich das Erdmandelmus gemacht das schon länger auf dem Plan stand. Ich habe ja gerade den Vitamix TNC 5200 im test. Ich habe den jetzt die ganze Zeit fleißig getestet, die meisten Experimente fasse ich in einem großen Beitrag zusammen der dann die nächsten Tage kommt. Muss ihn ja bald wieder zurückgeben 🙁

Letztens habe ich bei Prohviant Erdmandeln mitbestellt um daraus Mus zu machen. Erdmandeln sind eines der gemeinsten Sachen für Mixer die ich kenne. Meiner kämpft damit auch öfter und bei meinem Mr. Magic habe ich damit schon ein Messer umgebracht.
Also mal schauen was der Profimixer so kann 😀

Ich habe mich am normalen Mandelmus das ich gemacht habe Orientiert. Dort brauchte ich auf  500 g Mandeln 90 g Öl. Mit diesem Mischungsverhältnis wurde das Mus so wie ich es haben wollte.

Habe dann bei den Erdmandeln auch mit 90 g Mandelöl auf 500 g Erdmandeln angefangen.
Uff, also das war schon mal nichts, das ganze wurde nicht mal annähernd ein Mus. Nach 2   Mixdurchgängen (zwischendurch muss man das ganze immer wieder abkühlen lassen weil es sonst zu warm wird) habe ich die Ölmenge dann auf 150 g erhöht.
Ähm ja, jetzt wird das Erdmandelmehl langsam etwas kompakter. Aber von Mus ist das immer noch recht weit entfernt. Egal, gehen wir auf 200 g, oh je, langsam wird das Mus echt „kostengünstig“ :-/

Na ja, es wird noch kompakter aber Mus ist das noch nicht. Jetzt könnte man noch etwas Zimt dazugeben und das ganze als Kuchenteig verwenden. Die Konsistenz würde damit passen. Das Merke ich mal vor: 500 g Erdmandeln + 200 g Mandelöl + Gewürze = guter Kuchenteig 😀
So sieht es bis jetzt aus:

Also weiter geht es, wieder abkühlen lassen und dann noch mal 50 g Öl dazugeben, jetzt sind es schon 250 g Öl. Langsam wird die Ölmenge echt heftig.
Noch mal auf höchster Stufe mixen und… *Trommelwirbel* wir haben jetzt eine Konsistenz wie ein wenig zu flüssig geratenes Marzipan. Das gibt’s doch nicht… 🙁

Ich habe kein Mandelöl mehr und steige jetzt auf Sonnenblumenöl um. Also Noch mal 50 g Öl. Noch mal auf höchster Stufe mixe. Jetzt passt es fast. Jetzt noch ein letztes mal abkühlen lassen, noch mal 30 g Öl dazu und mixen.

YES! Mission Erdmandelmus ist ein voller ERFOLG 😀

Auf 500 g Erdmandeln brauchte ich insgesamt 330 g Öl um ein Mus daraus zu machen. Das ist schon heftig. Ist es aber wert. Am Ende hat man ein leckeres, süßes Mus. Ideal als Aufstrich oder Grundlage für Kakao, Schokolade, Pralinenfüllung etc.

Wenn man gleich mit 300-330 g Öl anfängt geht das ganze auch schneller als bei mir heute. Mit den Wartezeiten zum abkühlen war ich heute den halben Tag mit dem Erdmandelmus beschäftigt. Die menge ergibt knapp 1 1/2 Honiggläser voll.

Und jetzt wird aus dem was noch im Mixer fest hängt zur Belohnung Kakao 😀 den hab ich mir jetzt verdient behaupte ich einfach mal.

Wildes Sushi

Ich war heute Morgen im Wald beim Wildkräuter sammeln. Der heutige Tag stand also voll und ganz im Zeichen der Wildkräuter. 🙂

Nach dem Beutezug gab es Frühstück, einen Smoothie der geschmacklich irgendwie was von  „Aachener Pflümli“ zum trinken hatte.

3-4 Hände voll Zwetschgen (hatte noch gefrorene vom letzten Sommer, über Nacht auftauen lassen)
1 Limette ohne Schale
2 Stangen Sellerie
3 Handvoll gemischte Wildkräuter (ich hatte Spitzwegerich, Breitwegerich, etwas Sauerklee, Giersch, Löwenzahn, Mauerlattich, Huflattichblätter, junge Beinwellblätter)
2 Handvoll Brennnessel
etwas Wasser

Alles im Mixer Pürieren und genießen 🙂

Später gab es dann wildes Sushi. Von den Lifefood Noriblättern war ich ja beim ersten Versuch nicht sonderlich begeistert, da haben mir die vom Asialaden viel besser geschmeckt. Bei der Variante mit Wildkräutern hier ist es genau anders herum. Hier finde ich passen die von Lifefood geschmacklich besser dazu 🙂

Man nehme 1 Noriblatt 😀
Und bestreiche es mit Bärlauchpesto.

Dann etwas gekeimten Quinoa über das Pesto geben.

Eine Lage Lindenblätter auf den Noris verteilen.

Andere Wildkräuter nach Wahl darauf verteilen. Ich hatte Löwenzahn, Spitzwegerich und Gänseblümchen 🙂

Dann noch nach Lust und Laune in streifen geschnittene Karotten (oder Avocado, Paprika, Zwiebeln etc.) oder Löwenzahnblüten darauf verteilen. Das auf dem Bild mit den Löwenzahnblüten ist kein Dreck sondern frisch gemahlener Pfeffer 😀

Das obere Ende der Algenblätter etwas befeuchten und dann mithilfe der Sushimatte aufrollen.

Jetzt nur noch in beliebig große Stücke schneiden und fertig.