Maisbrot

Vor drei Tage habe ich frische Maiskolben erlegt und mich dann spontan an mein erstes Rohkost Maisbrot gewagt. Wurde Unglaublich lecker und würzig. Das macht schon fast süchtig.

Mit dem Rezept verabschiede ich mich dann auch für die nächsten 10 Tage, in 2 Stunden geht es ab in den Urlaub 🙂

Maisbrot

3 Maiskolben
2 gelbe Paprika
300 ml Wasser
4 El Apfelessig
Pfeffer und Salz nach Geschmack
Frischer Chili nach Geschmack
2-3 Knoblauchzehen

Mit einem scharfen Messer die Maiskörner vom Kolben abschaben. Paprika Entkernen und den Knoblauch schälen.
Dann alle Zutaten zusammen im Mixer Pürieren und das ganze in eine Schüssel umfüllen.

Dem ganzen jetzt noch 150 g Flohsamen und 100 g Chiasamen zugeben und gut verrühren. 1 Stunde Quellen lassen.

Die Masse auf 3 mit Paraflexxbögen ausgelegte Einschübe vom Sedona verteilen und glatt streichen. Mit einem Teigspatel etc. rillen in den Teig ziehen. So kann man das ganze später einfach entlang der rillen brechen.

12 Stunden bei 40 Grad trocknen. Dann auf Einschübe ohne Paraflexxbögen stürzen und die Folie abziehen. Weitere 10-12 Stunden trocknen bis sie komplett durchgetrocknet sind.

Ein paar „Brotscheiben“ habe ich schon raus genommen als sie noch nicht ganz durchgetrocknet waren. So schmecken sie fast noch besser als ganz durchgetrocknet, halten aber leider nur maximal 2-3 Tage.

Das ganze passt ganz gut zu einem Avocadodip 🙂

Buchvorstellung: Rohkost vom Feinsten

Heute gibt es mal wieder eine Buchvorstellung. Ich schleiche ja schon länger um das Buch „Rohkost vom Feinsten“ von Urs Hochstrasser rum. Nach langem hin und her durfte es jetzt doch einziehen.

Urs und Rita Hochstrasser
Rohkost vom Feinsten – La Haute Cuisine Crue
33,00 €

Man bekommt hier nicht nur 1 Buch sondern gleich 2.
Das kleinere Buch ist ein kleiner Leitfaden zur Rohkost in dem man einiges rund um das Thema Rohkost und Gesundheit erfährt. Am Schluss von dem Büchlein gibt es noch einen Fragen/Antwortkatalog  in dem auf häufige Fragen rund um das Thema Rohkost eingegangen wird. Das Buch ist ganz gut zu lesen, wer sich aber schon länger mit Ernährung wird vermutlich nicht viel Neues darin finden.

Das größere, goldene Buch ist das Rezeptbuch. Dieses ist im Gegensatz zum anderen nicht gebunden sondern ist ein Buch mit Spiralbindung.
Am Anfang wird auf Mandelpüree (weißes Mandelmus in Rohkostqualität) und Apfeldicksaft in Rohkostqualität (wobei ich mich hier schon die ganze Zeit Frage wie man den bei Rohkosttemperaturen eingedickt bekommt bevor das ganze zu Schimmeln oder Gären anfängt). Dann noch ein paar Worte zu den Rezepten und zu Küchengeräten die das Arbeiten in der Küche lauter machen, also die üblichen Verdächtigen wie Mixer und Co.
Gerade das Mandelpüree nimmt im Buch eine zentrale Rolle ein, das wird sehr häufig verwendet.

Dann geht es auch schon direkt zu den Rezepten. Diese sind in mehrere Kategorien unterteilt:

–    Getränke
–    Smoothies
–    Fruchtig und gegen den Durst
–    Suppen
–    Pasten, Aufstriche, Käse & Beilagen
–    Haupt- und Gemüsegerichte (Baumfrüchte, Blattgemüse, übrige Gemüsesorten, Kohlgemüse, Sprossengemüse, Wurzelgemüse)
–    Sushi
–    Desserts und Süßspeisen
–    Konfekt
–    Weihnachtskonfekt
–    Kuchen
–    Brot, Knäckebrot, Riegel
–    Getrocknetes

Die Rezepte sind sehr kreativ und klingen alle sehr lecker, man bekommt beim durchblättern ständig Hunger. Ein paar Sachen habe ich schon ausprobiert und die waren bis jetzt alle super. Nach unserem Urlaub werde ich mal ein paar von den Brotsorten ausprobieren. Die hören sich alle so genial 🙂
Die Rezepte sind alle recht gut Erklärt und oft muss man einfach nur grinsen beim Lesen. Ich Liebe den Dialekt der Schweizer. Unter anderem finden wir bei den Rezepten Weihnachtsguetzli (klingt doch viel Freundlicher als Kekse), Mohnchräbeli, Feine Nüdeli aus
Steckrüben etc. 😀

Zu einigen Rezepten gibt es auch Fotos. Die Erinnern mich ständig etwas an Kochbücher aus den 80er Jahren. Also Bilder von Gerichten die so aussehen als würde ich das auch in der eigenen Küche so hinbekommen. 🙂

Im Anhang wird dann noch auf Sprossen, Keimlinge und Grassaft eingegangen.

Alles in allem ein echt tolles Buch aus dem man viele Anregungen ziehen kann. Kreative und tolle Rezepte.

Nur meinen Kakao werde ich trotzdem nicht hergeben. Der wird bei Urs Hochstrasser genauso wie Lauchgewächse (Zwiebeln, Knoblauch etc.) abgelehnt. Als Alternative zu Kakao wird hier Carob verwendet, auch lecker aber geschmacklich kann er meiner Meinung nach nicht mit Kakao mithalten. .
Aber er schreibt ja selbst man soll einfach das entnehmen was für einen selbst passt.

Also ein echt tolles Buch das jede Rohkostbibliothek bereichert. Die Liste mit den Gerichten die ich ausprobieren will wird immer länger 😀

Zum Schluss noch ein Zitat von Urs das mir echt gut gefallen hat:

„Sollte sie pflanzlicher Herkunft sein, ist Milch zu trinken wirklich fein!“

 

Weiße Tonkalade

Gestern ging es dann an die weiße Schokolade als Mitbringsel für unsere Gastgeber nächste Woche. Gewürzt wird dieses mal mit gemahlener Tonkabohne. Finde ich persönlich leckerer als Vanille. Wer keine Tonkabohnen auftreiben kann (gibt es z.B. bei Prohviant oder in vielen Asialäden) nimmt einfach Vanille. Die Schoki gibt es dann in 2 Formen, in Jugendfreien Täfelchen und in einer 18er Version *lach* :-D.

Bei uns gibt es im Moment nicht nur Süßigkeiten, das sieht nur so aus 😉

Weiße Tonkalade

60 g Cashews
20 g Erdnussöl (jedes andere Nussöl geht auch)
100 g Kakaobutter
1 TL gemahlene Tonkabohne
70 g Honig (Oder Agavendicksaft für die Vegane Version)

Die Cashews in einem kleinen Mixer (Mr. Magic, Personal Blender etc.) mahlen bis das ganze etwas klumpt. Dann das Erdnussöl dazugeben und noch mal kurz mixen. So bekommt man eine art Cashewmus.

Honig und Tonka mit in den Mixbecher geben.

Die Kakaobutter im Wasserbad schmelzen. Sobald sie geschmolzen ist auch mit in den Mixbecher geben und alles gut durchmixen.

Die Schokoladenmasse in Pralinenformen aus Silikon füllen und im Kühlschrank fest werden lassen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Hier die Jugendfreie Version:

Und die nicht ganz so Jugendfreie *gg*