Buchvorstellung: Vegane Käsespezialitäten

Letztens habe ich ja wieder ein paar neue Bücher erlegt. Eines davon stelle ich heute gleich mal vor :-).

Britta Diana Petri
Vegane Käsespezialitäten – roh und glutenfrei aus der RainbowWay®-Vitalkost-Küche

Ein schönes kleines Büchlein mit 96 Seiten (davon sind die letzten 2 sind nur noch Werbung für andere Bücher und eine Vorstellung der Autorin).

Schon am Anfang wird klar gestellt das hier nicht Versucht wird Käse 1:1 nachzubauen oder zu Imitieren sondern das es sich bei den Rezepten nicht um Ersatz sondern um Alternativen handelt. Die ersten Rezepte habe ich schon Ausprobiert und bisher waren alle Lecker :-). Mein bisheriger Favorit ist der Haselnuss-Orangen-Frischkäse (Seite 67).

Das Buch ist Unterteilt in mehrere Kategorien. Neben dem Vorwort, ein paar Worten zur Rohkost und eine Erklärung warum Nusskäse besser ist als echter und ein paar Worten zum Thema Nussallergien und Unverträglichkeiten wird zuerst auf die Nüsse und Samen eingegangen.
Hier wird auf die im Buch verwendeten Nüsse und Saaten eingegangen. Neben den Eigenschaften der Nüsse (was gibt besonders Cremigen Nusskäse, was ist eher für Herzhaftes und was eher für Desserts geeignet etc.) wird auch etwas auf die Inhaltsstoffe der jeweiligen Nüsse/Samen eingegangen. Die Erklärungen fallen aber nicht besonders Umfangreich aus. Das hat mich aber nicht weiter gestört, es reicht um einen Überblick zu geben und außerdem wird ein Großteil der Nüsse/Samen eh in so gut wie jedem Rohkostbuch beschrieben.

Als nächstes geht die Autorin auf Probiotische Produkte ein die man in der Rohköstlichen „Käserei“ verwenden kann. Also Probiotische Pulver/Getränke, Sauerkrautsaft, Rejuvelac und Co. werden hier kurz Vorgestellt.

Dann kommen noch einige Worte zum Würzen von Nusskäse und Empfehlungen für Geräte die das ganze einfacher machen (Vitamix, Dörrgerät).

Dann geht es endlich an die Rezepte. Im Großen und Ganzen gibt es hier drei Arten. Fermentierter Käse der über Nacht reifen muss, Käse mit Probiotischen Zutaten der dann aber nicht weiter reifen muss und Unfermentierter Käse der seinen Geschmack rein durch die Zutaten bekommt.
Am besten kauft man sich zum Buch gleich eine Packung Schabzigerklee dazu. Der wird in fast jedem Rezept verwendet :-).

Im Rezeptteil findet man einige gute Anregungen und auch einiges an bekannten Grundrezepten. Die Rezepte sind alle recht einfach zu machen, das einzige was man wirklich braucht ist ein guter Mixer. Für 2 oder 3 Rezepte wird ein Dörrgerät verwendet (Parmesan, Streukäse).Da kann man wenn man diese ausprobieren will aber auch auf den Ofen ausweichen.

In dem Buch wird man auch zum selbst Experimentieren angeregt. Es wird ein paar Mal erwähnt dass man immer Kreativ sein soll. Hat man eine bestimmte Zutat nicht ersetze sie einfach, die Nüsse auch mal untereinander Austauschen etc.
Bei den Rezepten für Fermentierten Nusskäse wird auch kein bestimmtes Probiotisches Produkt angegeben sondern einfach nur das man eines nach Wahl verwenden soll.

Das Buch ist nicht nur für Veganer und Rohköstler geeignet sondern auch für Vollwertler. In den meisten Veganen oder Rohen Käserezepten werden ja Hefeflocken verwendet um einen etwas käsigen Geschmack in die Gerichten zu bekommen. Die sieht man aber in der Vollwert zum Teil recht skeptisch.
In dem Buch wird komplett auf Hefeflocken verzichtet. Der käsige Geschmack kommt hier durch das Fermentieren und/oder durch den Schabzigerklee.

Alles in allem ein kleines, nettes Büchlein aus dem man ein paar schöne Ideen und Anregungen ziehen kann.

Haselnusskugeln

Gestern hatte ich schon den ganzen Tag Lust auf etwas süßes mit vielen Haselnüssen drin :-). Also gab es mal wieder Arbeit für den Vitamix. Nur gut das es keine Gewerkschaft für Mixer gibt *lach*.


Haselnusskugeln

120 g Datteln
9o g Wasser
1 ½ TL gemahlene Orangenschale
2 TL Kakao
1 Tonkabohne (oder 1 TL Vanille)
180 g Haselnüsse

Die Haselnüsse und die Tonkabohne fein mahlen und zusammen mit dem Kakao und der Orangenschale in eine Schüssel geben.

Die Datteln zusammen mit dem Wasser im Vitamix auf höchster Stufe Pürieren und die Dattelmasse dann auch mit zu den anderen Zutaten in die Schüssel geben.

Alles gut miteinander vermischen. Aus der Masse etwa Walnussgroße Kugeln formen.

Wer will kann das ganze noch in Kakao, gemahlenen Nüssen oder Kokosflocken wälzen.

Für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen damit die Kugeln noch etwas fester werden. Durch das verwendete Wasser halten sie sich nur einige Tage im Kühlschrank. Wer es haltbarer machen will kann die Kugeln etwas Flaschdrücken und für einige Stunden im Dörrautomaten trocknen und so Haselnusskekse daraus machen.

Kürbis-Chia-Pudding

Mit Kürbis habe ich mich jetzt ganz gut eingedeckt. Jetzt müssen nur noch die Waldpilze Anfangen zu wachsen :-).

Heute gab es dann gleich mal einen Kürbispudding mit Chiasamen. Als Kürbis habe ich so einen normalen Orangen Kürbis (Halloweenkürbis) genommen. Butternut würde auch gut gehen, bei dem kann man dann auch die Schale Mitverwenden.

Kürbis-Chia-Pudding

30 g süße Aprikosenkerne
9 getrocknete Datteln
1 ½ TL Zimt
300 g Kürbis
500 ml Wasser
6 EL Chiasamen

Alle Zutaten außer den Chiasamen im Vitamix pürieren.
In eine Schüssel geben und die Chiasamen einrühren. Über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.

Am nächsten Tag das ganze auf 2 große Eisschüsseln verteilen und noch nach Lust und Laune mit Obst garnieren. Wenn man es nicht als Frühstück bzw. eigenständiges Gericht sondern als Dessert verwendet bekommt man je nach größe der Schalen 3-4 Portionen raus.

Hier noch ohne alles.

Und hier mit Zimt, Kokosraspeln, Banane und Himbeere :-).

Leinsamenchips Cheesy Style

Neben dem Kürbisbrot hatte ich auch noch Leinsamenchips mit im Sedona.
Wir haben im Bioladen jede Menge Obst und Gemüse geschenkt bekommen. Wir bekommen dort öfter schon sehr reifes Obst (aus irgendeinem Grund kaufen die meisten Leute nur unreifes Obst O.o) Oder Gemüse wie schon etwas weiche Tomaten etc. geschenkt, das nichts mehr für den Verkauf ist (was nicht mehr Perfekt aussieht wird nicht gekauft) aber deutlich zu Schade zum wegwerfen ist. Uns soll es recht sein :-).

Dieses Mal waren jede Menge Tomaten dabei und ich hatte wieder mal Lust auf irgendetwas Knackiges und „käsiges“. Also wurden die kurzerhand mit Leinsamen zu Chips verarbeitet.

Leinsamenchips Cheesy Style

500 g Leinsamen
510 g Tomaten
2 TL Meersalz
Chili nach Geschmack
1 ½ TL Schabzigerklee
8 EL Hefeflocken
3 EL Apfelessig
500 g Wasser (+ noch mal 100 g zum Ausspülen vom Mixer nach dem Pürieren)

Alle Zutaten außer den Leinsamen und den 100 g Wasser im Vitamix auf höchster Stufe Pürieren.
Das ganze dann in eine Schüssel gießen. Den Mixbehälter mit den restlichen 100 ml Wasser ausspülen und das Wasser dann auch mit in die Schüssel gießen. Leinsamen dazugeben und alles gut miteinander verrühren. Das ganze dann für 2 Stunden quellen lassen. Nach den 2 Stunden die Masse auf 3 ¾ (für den 4. hat es nicht mehr ganz gereicht) mit Paraflexxbögen ausgelegten Einschüben vom Sedona verteilen. Mit einem Messer oder Teigspatel Rillen in den Teig ziehen  (kleine Quadrate oder Dreiecke). Entlang der Rillen lässt sich das ganze dann nach dem trocknen super in Stücke brechen. Wer will kann vor dem Trocknen das ganze noch mit Hefeflocken oder Kräutern bestreuen. Ich habe die Hälfte mit Hefeflocken bestreut und den Rest einfach so gelassen wie er war.

12 Stunden bei 42 Grad trocknen. Dann das ganze auf Einschübe ohne Paraflexxbögen stürzen und noch mal trocknen bis sie vollständig durchgetrocknet und schön knackig sind (hat bei mir noch mal 8 Stunden gedauert).

In einer gut Verschließbaren Dose aufbewahren.

Links ohne, rechts mit Hefeflocken bestreut.

Mit Cashew Frischkäse aus dem Buch „Vegane Käsespezialitäten“  von Britta Diana Petri das heute bei mir einziehen durfte.

Dann durften heute noch 3 Bücher bei mir Einziehen. 2 von Britta Diana Petri. „Vegane Käsespezialitäten“ und „Köstliche Kokosrezepte“. Stehen ganz tolle Anregungen drin und ersteres bekam ich sogar um 40 % Billiger weil der Einband auf der Rückseite einen knick hatte *freu*.
Auf das dritte Buch bin ich schon gespannt, darauf hatte ich schon länger ein Auge geworfen. „Vier Schritte zur bewussten Ernährung – Der Weg zur Gesundheit und Transformation“ von Gabriel Cousens.

Kürbiskräcker

Langsam wird es Herbst. Die Tage werden deutlich kürzer, es wird kälter und morgens auf dem Weg zur Arbeit habe ich auch nicht direkt Freude am Nebel. Den mag ich nur wenn ich frei habe und im Wald unterwegs bin.

Der Herbst hat aber auch sein gutes. Nach und nach werden jetzt die Blätter an den Bäumen Bunt und verleihen allem eine ganz besondere Atmosphäre. Auch wird es dann wieder Zeit zum Pilze sammeln (weiß jemand welche Waldpilze man Roh essen kann?) und wenn man schneller ist als die Eichhörnchen kann man sogar Nüsse aller art ergattern.

Vor allem aber, und jedes Jahr freue ich mich aufs Neue darauf, geht die Kürbiszeit wieder los. Ich Liebe Kürbis einfach, einfach Lecker.

Roh habe ich Kürbis bisher vor allem fein geraffelt im Salat gegessen. Nachdem ich ja aber dieses mal im Herbst meinen Sedona zur Verfügung habe gab es gleich mal zum Auftakt in die Kürbissaison Kürbisbrot in der Rohkostversion :-).

Kürbisbrot/Kürbiskräcker

1 Hokaido Kürbis  (Entkernt hatte der 1151 g)
2 ½ TL Meersalz
2 TL Muskatblüte, gemahlen
½ TL Pfeffer
je 1 ½ TL Kümmel und Curry
Chili nach Geschmack
540 g Wasser
100 g Buchweizen
200 g Leinamen (ich hatte den gelben)

Buchweizen und Leinsamen im Vitamix fein mahlen. In eine Schüssel geben und zur Seite stellen.

Den Kürbis in stücke schneiden. Die Hälfte vom Kürbis zusammen mit den Gewürzen und etwas weniger als der hälfte vom Wasser im Vitamix Pürieren. Das ganze in eine Schüssel geben. Dann die andere hälfte mit Wasser (etwas zurückbehalten) Pürieren und zum Rest gießen. Mit dem restlichen Wasser den Mixbehälter ausspülen und auch mit in die Schüssel gießen.

Leinsamen und Buchweizen dazugeben und alles gut verrühren. Für 1-2 Stunden quellen lassen.
Dann auf mit Paraflexxbögen ausgelegte Einschübe vom Sedona verteilen. Wurden bei mir 3 ½ Einschübe voll. Kommt immer darauf an wie dick oder dünn man das ganze haben will.

Mit einem Messer rillen in den Teig ziehen. Entlang der rillen kann man das ganze nach dem Trocknen ganz leicht in Stücke brechen.
Wer will kann das ganze jetzt noch mit Saaten, Nüssen, Kräutern/Gewürzen etc. bestreuen.

Bei 42 Grad für 12 Stunden Trocken. Dann auf einen Einschub ohne Paraflexxbögen stürzen und noch mal für 12 Stunden (oder bis es eben durchgetrocknet ist).

Nach dem Trocknen in gut verschließbaren Dosen aufbewahren.

Mais-Quinoa-Brot

Letztens war wieder mal großer „Backtag“. Zurzeit hat es mir der Mais recht angetan, der steht momentan fast täglich auf dem Speiseplan. Also wanderte er dieses Mal auch ins Brot bzw. die Cracker. Neben dem Rezept für die Mini Tostadas aus dem Buch von Mimi Kirk (das ich immer verdopple und eine Riesen Ladung davon mache, ist einfach zu Lecker) gab es noch ein Mais-Quinoa-Brot 🙂

Mais Quinoa Brot

300 g Quinoa
5 Maiskolben
frischer Chili nach Geschmack
2 TL Meersalz
2 Knoblauchzehen
je 1 ½ TL Oregano, Thymian und Basilikum
1 TL Pfeffer
1 Zweig Rosmarin (ca. 5-6 cm lang)
2 gelbe Paprika
3 EL Apfelessig
150 ml Wasser
150 g Leinsamen, gemahlen (ich hatte den gelben)

Den Quinoa über Nacht ankeimen lassen.

Knoblauch schälen. Mit einem scharfen Messer die Körner vom Maiskolben abschaben.
Dann alle Zutaten zusammen außer den Leinsamen im Vitamix Pürieren. Das ganze in eine Schüssel füllen und den Leinsamen unterrühren. Für 1-2 Stunden stehen lassen.

Den Teig dann auf 3 ½  mit Paraflexxbögen ausgelegten Einschüben vom Sedona verteilen. Mit einem Messer gleich rillen in den Teig ziehen. So lässt sich das ganze später dann einfacher in Stücke brechen.
Wer will kann das ganze dann vor dem Trocknen noch mit Saaten, Kräutern oder was auch immer bestreuen. Bei mir landete dieses Mal noch schwarzer Sesam auf dem Teig :-).

12 Stunden bei 42 Grad trocknen. Dann auf Einschübe ohne Paraflexxbögen stürzen und Folien abziehen. Nochmach für 10-12 Stunden trocknen bis alles durchgetrocknet ist.

Einen teil kann man schon etwas früher rausnehmen. Schmeckt sehr lecker wenn es noch Nicht ganz durchgetrocknet ist, hält dann aber auch nur wenige Tage.