Zwiebelkuchen

Gestern lag ich den ganzen Vormittag auf der lauer. Der Postbote hatte nämlich ein paar Hanfsamen für mich dabei. 4 Kilo ungeschälter Hanf, 2 Kilo geschälter Hanf, 2 ½ Kilo Buchweizen und 1 Kilo Braunhirse. Jetzt ist der Vorratsschrank wieder gut gefüllt.
Ich Liebe Hanfsamen. Hanfsamen, Buchweizen und Leinsamen haben bei mir inzwischen fast vollständig Nüsse ersetzt.

Aus einem Teil der Hanfsamen wurde heute ein Zwiebel-Gemüsekuchen. 🙂

Zwiebelkuchen

Für den Boden:

100 g Buchweizen (über Nacht eingeweicht)
100 g Leinsamen (ich hatte den goldenen)
80 g Hanfsamen (ungeschält)
½ TL Salz
1 TL Oregano
etwas schwarzer Pfeffer

Den Buchweizen etwas abtropfen lassen und dann in einem kleinen Mixer (Mr. Magic, Personal Blender etc.) pürieren und in eine Schüssel geben.
Hanfsamen und Leinsamen fein mahlen und zusammen mit den Gewürzen zu Buchweizen geben und alles miteinander vermischen/verkneten.  Zusätzliche Flüssigkeit braucht man nicht mehr, die Feuchtigkeit vom Buchweizen reicht vollkommen aus :-).

Den Teig in eine kleine Kuchenform (18 cm) drücken und einen kleinen Rand Formen (2 ½ bis 3 cm hoch).

Für die Füllung:

2 große Zwiebeln (hatten 425 g)
½ Bund Petersilie
½ Chili
7 getrocknete Tomaten
7 Champignons

100 g Hanfsamen (geschält)
150 ml Wasser
1 TL Salz
½ TL Schabzigerklee
Pfeffer, Paprika und Oregano nach Geschmack
Saft von 1 Zitrone
2 Knoblauchzehen
5 TL Flohsamenschalen

Die Zwiebel Schälen und grob würfeln.
Petersilie klein schneiden. Chili, Tomaten und Champignons fein würfeln.

Die Hanfsamen zusammen mit den Gewürzen, Zitronensaft, Knoblauch und den Flohsamenschalen im Mixer pürieren. Die Soße mit dem Gemüse vermischen und alles auf dem Kuchenboden verteilen und glatt streichen. Für mindestens 3-4 Stunden in den Kühlschrank stellen damit das ganze fest werden kann.

Obendrauf gab es dann noch halbierte Cocktailtomaten, gelbe Paprikastreifen und schwarzen Sesam.

Ist sehr Lecker. Aber beim nächsten Mal werde ich die Zwiebeln ganz fein würfeln. Mit den grob gewürfelten lässt sich der Kuchen nicht ganz so leicht schneiden wie ich das gerne hätte.

Brennnesselcracker

Es war mal wieder Backtag Dörrtag, die Crackervorräte mussten aufgefüllt werden. Dieses Mal habe ich meinen Momentanen Favoriten unter den Wildkräutern mit verarbeitet.

Brennnesselcracker

1000 g Leinsamen
100 g Brennnesselblätter (ein paar junge Triebe waren auch dabei)
1800 g Wasser
5 EL Sesam
3 Karotten
1 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
2 Äpfel
3 EL Apfelessig
Salz & Pfeffer nach Geschmack

750 g von den Leinsamen und die Sesamsamen fein mahlen und zusammen mit den restlichen Leinsamen in eine Schüssel geben.

Zwiebeln und Knoblauch schälen und dann zusammen mit den restlichen Zutaten im Vitamix auf höchster Stufe pürieren (am besten auf 2 Portionen aufteilen) und das ganze dann mit in die Schüssel zu den Leinsamen geben. Alles gut miteinander verrühren und 2-3 Stunden quellen lassen.

Ich habe an dem Tag nur 2 Stunden geschlafen und was müde. Habe dann nur den Teig vorbereitet und das ganze über Nacht stehen lassen.

Dann den Teig auf, mit Paraflexxbögen ausgelegten, Einschübe vom Sedona verteilen und glatt streichen. Mit einem Messer oder Teigrad rillen in den Teig ziehen um die Cracker später gut in Stücke brechen zu können. Bei mir wurden es 8 Einschübe voll.
Wer will kann das ganze dann noch mit Samen, gehackten Nüssen, Kräutern oder Gewürzen bestreuen. Ich habe dafür dieses mal Sonnenblumenkerne, Sesamsamen, Karottenscheiben und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer genommen.

Bei 40 Grad für 12 Stunden trocknen. Dann das ganze umdrehen und die Paraflexxbögen abziehen und weiter trocken bis sie vollständig durchgetrocknet sind. Bei mir waren das noch mal 13 Stunden. Hängt vor allem davon ab wie dick man den Teig ausgestrichen hat.

Und so sehen sie fertig aus. Sind sehr Lecker geworden aber für meinen Geschmack könnten sie etwas würziger sein. Beim nächsten mal wird ich noch etwas Knoblauch und Chili dazu nehmen.

Brennnesselsaft

Bei mir gibt es seit dem Saftfasten im Frühjahr fast keine Smoothies mehr. Das ganze hat sich sehr stark vom grünen Smoothie weg zu den grünen Säften entwickelt. Meine zwei Lieblingssäfte sind dabei Grassaft aus Süßgras (also einfach Wiese g* hier findet ihr mehr dazu) und Brennnesselsaft. Wer von euch ab und zu auf meine Seite bei Facebook schaut findet dort öfter mal Bilder von Säften wo auch Brennnessel mit drin ist.

In letzter Zeit haben mich ein paar Leute gefragt wie ich den Brennnesselsaft denn mache bzw. mit welchem Entsafter ich den mache. Bei den meisten kommt da statt Saft einfach nur eine grüne Pampe raus. Also zeige ich euch heute einfach mal wie ich meinen Brennnesselsaft mache.

Vorab der Brennnesselsaft hat schon eine andere Konsistenz als z.B. Grassaft, Karotten- oder Apfelsaft. Er ist dickflüssiger und ist der einzige Saft den ich nach de, Pressen noch mal durch ein Tuch Filtere. Direkt nach dem Pressen hat er eine Konsistenz zwischen Saft und zu flüssig geratenem Smoothie. Ist auch leicht Geleeartig, so wie der „Schleim“ der sich bildet wenn man Leinsamen einweicht. Wenn man ihn etwas stehen lässt dickt der auch gewaltig an. Der Effekt ist bei älteren Pflanzen ausgeprägter als bei ganz jungen. Am besten ist der Saft von Pflanzen die man im zeitigen Frühjahr sammelt, da ist er noch am flüssigsten. Im Verlauf des Jahres wird das gelierende dann immer ausgeprägter.

Der Entsafter den ich habe ist der Oscar Neo Da-1000, neben dem Mixer mein wichtigstes Gerät in der Küche 🙂

Und los geht’s. 1 Stofftasche voll Brennnesseln. Das waren 955 g.

Ich wurde auch gefragt wie viel man denn auch 100 g Brennnesseln rausbekommt. Also hab ich erst mal 100 g abgewogen.

Und weiter geht’s im Programm. Die ersten 100 g sind durch. Etwas mehr als 1 Schnapsglas voll Saft. Die menge variiert aber natürlich immer etwas. Die letzte Zeit was es hier eher trocken, da geht zurzeit etwas weniger raus. Und ich hatte obenauf in der Tasche vor allem recht junge Brennnesseln, die geben weniger Saft als die größeren.

Und dann durfte der Rest auch endlich durch den Entsafter. Das ist das Resultat. Etwas mehr als 600 ml Saft.

Nachdem der wie gesagt recht dickflüssig aus dem Entsafter kommt gebe ich den immer noch in ein Tuch oder Netz (das hier ist jetzt ein Stück von einem Wäschenetz, gibt’s bei DM für unter 2 €) und presse das ganze dadurch aus.

Und das ist der fertige Saft. 550 ml sind es am Ende geworden. Man sieht eh dass er nicht so flüssig wie andere Säfte ist. Ist jetzt reiner Brennnesselsaft ohne irgendwas anderes mit drin. Man kann aber auch je Geschmack Äpfel, Birnen oder andere Früchte mit Entsaften. Das einzige was ich nicht mit Entsaften würde sind Zitronen, Orange, Ananas und andere Früchte mit viel Säure. Ich hab das ein paar mal probiert und mir ist der Saft jedes Mal sofort ausgeflockt. Sieht nicht nur nicht gut aus sondern macht auch keine Freude beim trinken :D.

Am leeren Glas sieht man noch mal besser was er für eine Konsistenz hat. Wenn man ihn länger stehen lässt wird er dicker und flockt etwas aus. Ist so als würden sich die grünen Bestandteile von der Flüssigkeit trennen. Aber nachdem man Säfte eh sofort nach dem Pressen trinken soll, lassen wir es erst gar nicht so weit kommen 😉

Und warum tut man sich dass ganze an? Vor allem mal weil ich den Saft extrem lecker finde. Bei mir ist es so dass ich gesunde Sachen nur solange esse/trinke wie sie mir schmecken. Etwas kann noch so gesund sein, wenn es mir nicht schmeckt kommt es einfach nicht auf meinen Teller :-D.

Dann ist die Brennnessel eine super Heilpflanze. Oft auch als Königin der europäischen Heilpflanzen bezeichnet. Mit, insbesondere der Haut, tut sich sehr gut. Im Gegensatz zu anderen grünen Säften pusht mich die Brennnessel nicht so sondern wirkt eher erdend (nach der gleichen menge Grassaft z.B. läuft man rum wie der Duracell Hase).
Der Saft hat auch eine beruhigende/wohltuende Wirkung auf den Magen bei mir. Bei längeren Fasten habe ich früher gern mal Leinsamenschleim (Leinsamen mit Wasser aufkochen und den sich bildenden Schaum/Schleim abschöpfen und EL weise zu sich nehmen) benutzt wenn der Magen-Darm-Trakt unruhig war oder wenn du viel gelöst wurde Entgiftungstechnisch. Das zeug beruhigt das ganze dann etwas.
Bei meinem 59 Tage Saftfasten im Frühjahr ist mir aufgefallen dass Brennnesselsaft genau die gleiche Wirkung hat. Interessanterweise hat der Saft im Gegensatz zum Tee keine so massiv Entwässernde Wirkung. Das hat mich schon etwas gewundert. Nach 1 Liter Tee muss ich ständig aufs Klo, nach 1 Liter Brennnesselsaft hingegen auch nicht öfter als sonst.

Einiges zur Heilwirkung der Brennnessel findet ihr hier. Was so alles in der Brennnessel drin steckt an Vitaminen, Mineralien, Eiweiß und Co. findet ihr hier.

Und wie bei allen anderen Wildkräutern gilt aus hier: fangt langsam an damit und steigert die Menge nur nach und nach. Gerade bei Wildkräutern verträgt nicht jeder die gleiche menge. Fangt also mit kleinen Mengen an und achtet darauf wie euer Körper reagiert. Bis zu welcher Menge schmeckt der Saft oder die Pflanze direkt gut und ab wann signalisiert der Körper dass es reicht (meistens schlägt der Geschmack dann negativ um). Bei mir sind es 1 – 1,2 Liter die ich ohne Probleme mit gutem Körpergefühl trinken kann. Bei andern sind es nur 30 ml.

Kokos-Zitronen-Himbeertorte

Ich war heute wieder beim Wildkräuter sammeln. Da komme ich immer an einer Wiese vorbei wo viele alte Obstbäume stehen um die sich keiner mehr kümmert. Noch schöne alte Obstsorten, Äpfel und Birnen von denen man nicht sofort ins Diabetische Koma fällt etc. 😀 aber auch ein schöner alter Kirschbaum. Eigentlich wollte ich Kirschen mitnehmen ABER die Vögel (die hier in der Gegend echte Arschlöcher nicht freundlich sind) fressen neuerdings die Kirschen von unten nach oben.

Dafür gab es auf der Wiese dann unter anderem schöne, große Löwenzahnblätter. Die sind super für ein schnelles Frühstück dass es hier öfter gibt. Eine Banane mit etwas Kokosmus bestreichen und dann in Löwenzahnblättern oder anderen Grünzeug einwickeln. Die Idee dafür habe ich von Daniela vom Tilia´s, dort wurde das mit Mandelmus und Löwenzahn bei einem Workshop im Frühjahr gemacht.

(Rechts Löwenzahn, links Kirschblätter)

Nachdem das mit den Kirschen, konnte nur 2 Handvoll sammeln, war ich dann noch direkt im Wald. Dort gab es dann ganz viele reife Himbeeren. Wobei es die wenigsten in die Tasche geschafft haben, die sind einfach zu Lecker.
Zuhause wurde aus den Himbeeren dann gleich mal ein Kuchen.

Kokos-Zitronen-Himbeerorte

Für den Boden:

150 g Buchweizen
100 g Leinsamen
2 kleine Karotten (hatten 148 g)
Saft und abgeriebene Schale von 1 Zitrone
8 Datteln
1 TL Lucuma (Vanille wäre mir lieber gewesen, habe ich aber gerade keine mehr da)

Buchweizen und Leinsamen fein mahlen und in eine Schüssel geben.

Die restlichen Zutaten im Vitamix auf höchster Stufe mithilfe vom Stößel pürieren und dann dass ganze mit in die Schüssel geben. Alles gut durchkneten, wenn der Teig zu fest ist noch ein klein wenig Wasser zufügen, und in eine Kuchenform (28 cm) drücken.

Für die Kokosschicht:

90 g Kokosöl
90 g Kokosmus
Saft von 1 Orange
Saft und abgerieben Schale von 1 Zitrone
9 Datteln (wer es süßer mag kann auch mehr nehmen)
1 TL Lucuma
¼ TL Ingwer

Alle Zutaten im Vitamix auf höchster Stufe pürieren. Die Kokosmasse auf dem Kuchenboden verteilen und glatt streichen.

Für die Beerenschicht:

Himbeeren oben drauf verteilen. Ich habe dann noch ein paar Kirschen mit drauf verteilt. Leider ist eine Stofftasche nicht das Beste um die Himbeeren zu sammeln. Dabei hat es die unteren dann stellenweise gut zerdrückt. Wenn man die etwas schonender aus dem Wald transportiert wird das ganze schöner 😉

Das ganze dann für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen damit es fest werden und richtig durchziehen kann.

Kokos Chiapudding

Gestern habe ich noch ein paar Chiasamen im Schrank gefunden :-D. Nachdem ich zur Zeit neben viel grün auch total auf dem Kokostrip bin gibt es jetzt dann zum Frühstück Chiapudding. 🙂

Kokos Chiapudding

400 g Wasser
2 EL Kokosöl
2 EL Kokosmus
3 EL frisch gepresster Zitronensaft
¼ Stange Vanille
ca. 1 TL Zitronenschale
5 Datteln (oder auch mehr wer es süßer mag)
¼ Kurkuma
9 EL Chiasamen

Alle Zutaten außer den Chiasamen im Mixer auf höchster Stufe zusammen pürieren. Dann die Chiasamen einrühren und das ganze auf 2 große oder 4 kleine Schüsseln (Eisschalen etc. verteilen und über nach im Kühlschrank fest werden lassen.

Obendrauf gab es bei mir dann noch Hanfsamen und Pekannüsse.

Kokos-Petersiliensuppe

Heute gibt es mal Resteverwertung aus allem was ich noch so im Kühlschrank gefunden habe 🙂

Mein Freund bringt aus der Arbeit öfter mal Petersilienstängel mit. In der Küche brauchen sie nur die Blätter und zum wegwerfen sind die Stängel ja auch zu schade. Meistens Entsafte ich die dann oder gebe mit in Smoothies oder den Teig für Cracker.

Heute wurde eine cremige Suppe daraus.

Kokos-Petersiliensuppe

3 Handvoll Petersilie
1 kleine Karotte
3 Knoblauchzehen
5 Datteln
1 TL Curry
Salz, Pfeffer, Chili nach Geschmack
Abgeriebene Schale von 1 Orange
Je 2 EL Kokosmus und Kokosöl
3 EL Essig
1 Tasse (250 ml) Wasser

Knoblauch schälen. Dann alle Zutaten zusammen im Vitamix auf höchster Stufe pürieren und laufen lassen bis das ganze etwas angewärmt ist. Das ganze ergibt 2 Teller voll.

Bei mir gab es obenauf noch Zwiebelringe und etwas Buchweizen.