Fasten Fazit und wie es weiter geht.

Ich Dokumentiere ja noch 1 oder 2 Wochen der Aufbauzeit und stelle dass dann auch hier im Blog rein. Etwas zu dem was mir das Fasten gebracht hat wollte ich eigentlich erst danach was sagen, sozusagen als Abschluss der Berichte zum Fasten und den Aufbautagen.
Das wollte aber jetzt schon geschrieben werden und muss einfach raus. Es ist nicht nur das Fasten Fazit sondern auch ein Rückblick auf alte Ernährungs Angewohnheiten die sich eingeschlichen haben und die Programme die da dahinter stehen.

Fasten Fazit & wie es weiter geht

Dieses Fasten war bisher das Bewegendste, Tiefgehendste und Aufschlussreichste Fasten das ich jemals hatte.
Dieses Mal ging es richtig tief, es hat sich dieses mal weniger auf der körperlichen ebene getan sondern dieses Mal standen vor allem emotionale Themen und ganz viel geistige Transformation im Vordergrund.

Ich mache ja vor jedem Fasten, egal wie lange es dauern soll, ein kleines Einstimmungsritual und bitte wenn ich mich dabei einen bestimmten Thema widmen will, einen meiner Verbündeten in der geistigen Welt um Unterstützung beim Fasten und den Prozessen dabei.
Dieses Mal stand mein Fasten unter der „Schirmherrschaft“ von Santa Muerte die auch viel mit Transformation und Wandel zu tun hat und genau diesen Themen wollte ich mich ja auch mal intensiver widmen. Und WO, die Unterstützung war mehr als intensiv, einfach gigantisch. Sie kam in der Zeit auch öfter in meinen Mediationen und Träumen vor, also aus an dieser Stelle ein ganz Großes DANKE Santa Muerte

Abgesehen von den tiefgehenden Transformationsprozessen fühle ich mich jetzt auch einfach nur fantastisch. Viel besser als die letzten 2 Jahre zusammen. Ich habe wieder Energie, die Kreativität fließt wieder und ich fühle mich fantastisch. Es läuft einfach alles. Auch die Idee von etwas eigenem, also Selbstständig werden, spukt mir seit Jahren im Kopf herum. Jetzt nimmt sie endlich Form an, es entsteht ein klares Bild und ich fühle mich bereit es jetzt anzugehen.
Das Leben ist schön <3.

Und wie geht es jetzt weiter?

Natürlich folgen jetzt erst mal die Aufbautage, viele Salate, leichte Kost, Überwiegend Rohkost. Aber was dann?

Ein Fasten, egal wie lange ist für mich immer auch wie ein Reset für den Körper. Die Geschmacksnerven werden empfindlicher/feiner, der Geruchsinn bessert sich, das denken wird klarer und reiner. Und vor allem: Man kommt sehr intensiv in Kontakt mit dem eigenen Unterbewussten aber auf dem eigenen Körper.

Die letzten 2 Jahre hatten es in sich, 2 Beziehungen gingen in die Brüche, eine davon eine Langjährige. Im Job Lief es nicht gut und noch etliche andere Dinge die da zusammen kamen. Dadurch haben sich langsam ein paar ungesunde Angewohnheiten wieder eingeschlichen, immer bei emotionalem Stress.

Was sich zuerst eingeschlichen hat war Brot und anderes aus Getreide. Es fing an mit einer (Bio-Dinkel)Breze, eine tut mir noch nichts. Vertrage ich noch recht gut. Aber das war zu einer Zeit wo es emotional mehr als stressig war. Und nachdem ich früher der typische „Frustfresser“ war erinnerte sich der Körper bei dieser Brezen an die Programm aus dieser Zeit und das insbesondere Gebackenes immer irgendwie „tröstend“ wirkte. Also wurden Brezen, Brötchen und Brot langsam mehr. Und ich habe es nicht mal bewusst mitbekommen.
Ich habe es gekauft, gegessen, mich hinterher eh nicht gut gefühlt weil es wieder der Haut noch dem denken gut tut. Aber nach dem Essen sofort wieder verdrängt und die „tröstende Wirkung“ genossen. Und plötzlich war ich wieder mitten drin in der alten Sucht, und genau das ist es.
Ich war in der Arbeit in der Pause unruhig, ich hatte eh wechselnd Smoothies, Säfte, Salate etc. dabei. Herrlichste Rohkost oder auch mal Salate kombiniert mit ein paar gekochten Bohnen oder Kichererbsen. Und danach bin ich trotzdem noch wie in Trance zum Pausenverkauf gegangen und habe mir noch ein Käsebrötchen, Butterbreze oder irgendwas an süßen Backwaren gekauft.

Das Ganze dann runter geschlungen und war natürlich den Rest des Tages für nichts mehr zu gebrauchen.

Und das alles lief komplett Unterbewusst ab, es war NICHT im Bewusstsein was da passiert ist oder was ich mir da selbst angetan habe. Erst vor wenigen Monaten kam dann ein erleuchtender Moment wo ich wieder in der Pause nach einem Fantastischem Salat doch noch etwas im Pausenverkauf geholt habe. Ich war wieder am runter schlingen und Plötzlich machte es klick und ich sah BEWUSST was ich da gerade in der Hand hielt. Ein Käsebrot, mit Margarine und Ei. Käse aus billigster Massenproduktion und damit weiß weg von dem Rohmilchkäse den ich Problemlos vertrage und den es gelegentlich gibt. Ei aus übelster Käfighaltung, so billig wie man es nur einkaufen kann. Margarine die eh reiner Abfall ist. Und als Krönung Weißmehlbrot mit 0 Nährwert und was weiß ich wie viel Zusatzstoffen von denen man die Hälfte ohne komplett abgeschlossenen Chemiestudium nicht mal aussprechen kann.

Da wurde mir erst bewusst was da lief, dass ich wieder total in dieser alten Such drin war. Ich hab den Rest dann weg geworfen und der Kampf gegen die alte Sucht begann. Es wurde die letzten Monate dann schon besser weil es mir jetzt bewusst war.

Jetzt nach dem Fasten werde ich das definitiv wieder konsequent meiden. Die einzige Form in der ich Gluten haltiges Getreide noch verwenden werde ist gekeimt in Rohkostpizza. Und die ist eh so aufwändig dass es sie eh höchstens 2-mal im Jahr gibt.

Eine andere Sucht die sich eingeschlichen hat war EIS. Ja, natürlich nicht das geile, Wohltuende Eis aus gefrorenen Früchten das man sich selbst in 3 Minuten im Mixer herstellt. Nein, es war das üble Eis. Das mit Milch, Milchzucker, Zucker, Aromastoffen, Farbstoffen und alles an Zusätzen was die Chemiefabrik hergibt. Also reiner Sondermüll.
Das gab mir früher immer das Gefühl von Geborgenheit und das Gefühl geliebt zu werden. Diese Sucht wurde mir schneller Bewusst als das für mich Katastrophale Getreide.

Da habe ich dann reingespürt in mich was passiert wenn ich mich mit Eiscreme Vollstopfe. Es ging mir Körperlich und vom Energieniveau her nie gut wenn ich so was gegessen habe. Von der Haut rede ich erst gar nicht, die reinste Katastrophe. Beim reinfühlen und Forschen welchen Punkt in mir dieses Zeug stimuliert der dann das Gefühl vom geliebt werden auslöst kam eine alte Kindheitserinnerung. Als ich noch klein war, war ich oft mit meiner Oma in Altötting am Kapellplatz unterwegs. Wir haben dort Tauben gefüttert, gespielt und sie war auch ab und zu mal in der Kirche mit mir. Aber mehr um es mir auch mal zu zeigen und sagte auch immer dass sie vieles anders sieht als es der Typ da vorne am Altar erzählt.
Wir waren aber auch oft am Marienbrunnen, ein alter Springbrunnen am Kapellplatz. Und genau da wurzelte meine Unterbewusste Assoziation von Eis = Geborgenheit und Geliebt werden.
Ich lies mich immer hochheben, stieg in das Wasser (das Wasser reichte bei mir damals nicht mal bis zum Knie) und habe da voller Begeisterung das Kleingeld das viele Pilger da reinwerfen (Wunschbrunnen *g*) gesammelt. Davon haben wir dann immer ein Eis gekauft, wobei ich immer eine Kugel mehr als meine Oma bekam. Diese Momente zähen mit zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen.

Als mir das bewusst wurde Konnte ich dieses Programm auflösen und die Eis Sucht relativ einfach beenden.
Das war dann schon mal ein kleiner Schritt und im Nachhinein war es gut dass die Sucht nochmal ausbrach weil ich das dazugehörige Programm jetzt endgültig auflösen konnte.

Das waren die 2 schlimmsten alten Angewohnheiten die sich noch mal massiv zu Wort gemeldet haben. Alles andere waren eher Kleinigkeiten.

Das Fasten diente dieses Mal also nicht nur der Allgemeinen Entgiftung sondern auch als großer Reset und um zumindest einen Teil von dem was ich meinem Körper da im Verlauf von mehr als einem Jahr angetan habe zu Entgiften und loszuwerden.
Aber auch dazu den restlichen Einfluss von Gluten haltigen Einfluss zu brechen. Welcher Teil, bzw. welches Programm, die Verbindung „Getreide = Trost“ herstellt konnte ich noch nicht ganz ergründen aber ich bin dran. Ich komme da schon noch dahinter.

Nach dem Fasten werde ich jetzt den Fokus wieder auf Überwiegend Rohkost richten.

Was definitiv gestrichen wird:

– Gluten haltiges Getreide, wenn es doch mal passieren sollte werde ich es sofort aufschreiben und im Bewusstsein behalten! Und vor allem nachforschen WAS mich jetzt dazu gebracht hat etwas zu essen von dem ich genau weiß das es mir eben NICHT gut tut.
– Eiscreme die aus Minderwertigen Zutaten besteht. Die kommt in Zukunft wieder aus dem Mixer. Aber gut, das Programm konnte ich ja zum Glück schon auflösen.
– Industriezucker. Außer im Kombucha den lasse ich aber ohnehin immer soweit vergären dass der bestenfalls noch in Homöopathischen Dosierungen vorhanden ist.

Was es geben wird_

– Rohkost: frische Salate, Früchte, viel Gemüse, Pesto, Cracker, Algen, gelegentlich mal aufwändige Gourmetrohkost . Das übliche halt.
– Als Zugabe für Salate etc. auch mach frisch gekochte Kichererbsen und Bohnen. Die tun mir gelegentlich gegessen Ausgleichend und tun mir einfach gut.
– An kalten, grauen Tagen und speziell im Winter auch mal eine gekochte Suppe oder ein Curry.
– Viele Wildkräuter
– Gelegentlich gekochten Reis und Gedämpfte Kartoffeln. Speziell im Winter tun mir die beiden gelegentlich in den Speiseplan eingebaut gut. Gerade Kartoffeln genieße ich ab und zu ganz gerne, am liebsten Gedämpft und ohne Salz, einfach nur so.
– Gelegentlich rohe Süßigkeiten wie Energiekugeln, Törtchen, Kuchen, Schoki etc. Die gibt es bei mir schon lange eher selten und damit fühle ich mich echt wohl. Am Anfang gab es oder 3-4 Mal in der Woche süße Rohkost. Energiekugeln, 2-mal Törtchen und dazu eh jeden Tag ein Stück Schokolade. Das hatte mich eher etwas ausgebremst. Mit weniger davon geht es mir einfach besser. Wenn ich mal was mache wie Torte, Schoki etc. mache ich zwar immer recht viel auf einmal, aber das meiste davon wird dann verschenkt :-).
– Regelmäßig fermentierte Nahrungsmittel (Kombucha, Sauerkraut, Milchsauer vergorenes Gemüse aber auch mal Rohveganer Joghurt, Nuss/Samenkäse etc.)
– Selten Rohmilchkäse (bevorzugt Ziege) und Rohes Eigelb.
– Einmal in der Woche einen Safttag. Den werde ich mir immer auf Montag oder Dienstag legen. Jetzt eh erst mal mindestens 2 Wochen Aufbau, ich genieße das kauen gerade so unglaublich.
Danach geht es dann mit dem Wöchentlichen Safttag los :-).

Also wird wie gesagt der Schwerpunkt auf Rohkost liegen. Mit einem hohen Rohkostanteil geht es mir einfach besser. Vor allem wenn die Rohkost mit Fermentiertem kombiniert wird.

Die Hülsenfrüchte, Reis und Kartoffeln sind dann eher eine Ergänzung die auf mich ausgleichend wirken und mir einfach gut tun. Quasi eine Ergänzung zur Rohkost. Mit ihnen mit im Ernährungsplan fühlt sich das ganze einfach.

Zu Käse und Ei habe ich vor ein paar Jahren schon einige Experimente gemacht. Selten gegessen und dann richtig als etwas Besonderes zelebriert tun sie mir sogar gut. Sie wirken auf mich ausgleichend und Eindeutige positiv auf die Haut (auf gekochtes/erhitztes Ei und normalen Käse reagiere ich sofort mit der Haut).
Im Buch von Dr. Schwitzer wird auch auf das Thema Tiereiweiß eingegangen und das es sich in geringen Mengen durchaus positiv auf die Gesundheit auswirken kann. Insbesondere das Kapitel über Tiereiweiß habe ich zwar gelesen aber dann als Blödsinn abgetan. Damals war ich seit etwas über einem Jahr bei fast 100 %iger Rohkost und es ging mir Fantastisch.
Dann irgendwann aber hatte ich ständig Heißhunger auf Ei. Was seltsam war weil ich die eh nicht besonders mag und weiß das ich auf zu viel davon schlecht reagiere.
Also gab es statt Ei Avocado mit Kala Namak. Das schmeckt dann auch wie gebratenes Ei, ich vertrage es aber super. Hat nicht funktioniert. Auch nicht nach vielen Avocados.
Kurz danach, der Heißhunger was immer noch da, viel mein Energienieveau ab und das massiv. Also habe ich doch noch einmal das Kapitel gelesen. Dort empfiehlt er ROHES Eigelb. Sollte das wirklich besser verträglich sein?
Ich Probierte ein Rezept aus dem Kapitel aus. Eine Creme aus Kokosmus, Honig, Zitronensaft, rohem Eigelb und etwas Vanille. Es schmeckte überraschend gut, der Heißhunger war danach sofort weg und die Energie kam wieder.
Bei Rohmilchkäse (Kühe nicht Enthornt und Weidehaltung) hatte ich ähnliche Erfahrungen. Darum, gibt es die beiden Dinge gelegentlich und werden auch so beibehalten. Den aber dann immer ganz selten und in geringen mengen. Also kein Kilo auf einmal haha.
Wenn der Körper signalisiert dass er es braucht bekommt er es. Das sind bei Käse alle 2-3 Monate, bei Ei alle 1-2 Monate mal.

Die einzigen Eier die ich verwende sind von dem Hof auf dem mein Dad wohnt. Die Vermieter haben selbst Hühner. Die rennen den ganzen Tag draußen herum und haben das schönste Leben. Und sie sterben irgendwann an Altersschwäche oder (leider) durch Autofahrer die für nichts was kleiner ist als ein Hund bremsen :-(.
Die kann ich mit ruhigem Gewissen vereinbaren. Ich weiß schon gar nicht mehr wann ich das letzte mal welche gekauft habe.

Im Großen und Ganzen eben einfach auf meinen Körper hören und ihm geben was er wirklich braucht. Frei von Dogmen wie es muss 100 % Vegan sein oder es muss 100 % Roh sein.

Und jetzt auf ins Abendteuer. Die Reise mit der (überwiegenden) Rohkost geht weiter <3.
Aus Rückschlägen lernt man und geht dann gestärkt daraus hervor :-).

Mal schauen wo die Reise hingeht.

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