All you need is chocolate…

Kakao und ich – eine Große Liebe

Aber erst seit dem ich das erste Mal Kakao im Rohkostqualität probiert habe. Seitdem gehört Kakao für mich einfach zum Gut Leben dazu. Sei es als munter machendes Getränk, in Torten, Kuchen oder Energiekugeln. Vor allem aber in der wohl sinnlichsten und verführerischten Form in der Kakao daherkommen kann – Als Schokolade!

Ich habe schon seit Wochen wieder mal Lust auf selbst gemachte Schokolade. Ich war aber zu faul Es kam aber ständig etwas dazwischen.
Für mich gibt es bei Schoki nichts Besseres als selbst gemachte, auch die beste gekaufte Rohkostschokolade kommt nicht an selbst gemachtes heran. Schon die Zubereitung lässt mich immer in andere Welten abtauchen. Der betörende Geruch vom Kakao und den Gewürzen die man verwendet, die Geschmacksexplosion bei jeder Kostprobe (und man muss oft Probieren *g*) und dann das in Formen füllen und warten bis sie endlich fertig ist.

Also ich zumindest kann voll und ganz verstehen dass Kakao einst heilig war und den Göttern als Opfergabe gereicht wurde.

Heute war es dann wieder mal so weit. Ich habe meine Vorräte an Schokolade aufgefüllt. Das sollte jetzt für mindestens 2 Monate reichen. Und weil heute ein guter Tag war habe ich im Gewürzregal noch eine Packung Tonkabohnen gefunden die dann auch gleich direkt frisch gemahlen wurden und mit in die Schokolade durften. Tonkabohnen sollten durch das darin enthaltene Cumarin (2-3 %) nicht zu oft und wenn dann eher sparsam verwendet werden.

Es gab 4 Sorten. Die Zubereitung ist im Grunde bei allen Gleich, darum beschreibe ich sie nur beim ersten Rezept.

Knusperschokolade

100 g Kakaobutter
20 g Kokosöl
40 Kakao
40 g Honig, Agavendicksaft oder Apfeldicksaft
½ TL gemahlene Tonkabohne (oder Vanille)

Die Kakaobutter und das Kokosöl im Wasserbad oder Dörrgerät schmelzen.

Sobald alles geschmolzen ist das Fett zusammen mit den anderen Zutaten in einen kleinen Mixer geben (Mr. Magic, Personal Blender etc.) und das ganze ordentlich durchmixen.
Alternativ kann man das ganze auch mit einem Schneebesen durchrühren, dann aber ruhig 2-3 Minuten rühren damit sich alles gut mischt. Im Mixer geht das ganze halt besser und schneller.

Die Fertige Schokoladenmasse in Pralinenformen aus Silikon gießen.
Bei diesem Rezept habe ich das ganze noch mit Sesam, grob gemahlenen Haselnüssen, Kokosflakes und geschälten Hanfsamen bestreut.

Die Schokolade im Kühlschrank oder Gefrierschrank fest werden lassen. Dann aus der Form drücken und in einer verschließbaren Dose im Kühlschrank aufbewahren.

Wer keine Pralinenformen hat kann die Schokolade auch einfach auf ein Stück Backpapier oder Dörrfolie gießen, glatt streichen und nach dem Fest werden in Stücke brechen.

Kardamomschokolade

100 g Kakaobutter
40 g Kokosöl
50 g Kakao
40 g Honig, Agavendicksaft oder Apfeldicksaft
1 TL Vanille
1 TL Kardamom

Ich habe dazu Kardamomkapseln geknackt und die Samen im Mörser nur grob zerstoßen. Das gibt neben dem Geschmack noch einen schönen Knuspereffekt. Man kann aber auch fertig gemahlenen verwenden.

Paranuss-Schokolade

100 g Kakaobutter
40 g Paranussmus
40 g Kakao
50 g Honig, Agavendicksaft oder Apfeldicksaft
1 TL Vanille
¼ TL gemahlene Muskatnuss

 

Chilischokolade

150 g Kakaoliqour
30 g Kokosöl
50 g Honig
1 TL gemahlene Tonkabohne (oder Vanille)
gemahlener Chili nach Geschmack (ich hatte ¼ TL Habanero)

 

Und zu Guter Letzt noch eine wichtige Frage…. WER macht jetzt die ganzen Formen sauber??? :-O

7 Gedanken zu „All you need is chocolate…“

  1. Hallo René,
    ich wollte für unsere Tochter den Schokoadventskalender selber machen. Du hast Rezepte einmal mit Kakaobutter und mit Kakaoliquor. Was ist denn nun besser oder wo ist der Unterschied ? Mit was wird die Schoki fester? Danke für die Tipps ? liebe Grüße Christin

    1. Tolle Idee mit dem Adventskalender 🙂

      Kakaobutter ist nur das Fett, man gibt dann selber Kakaobutter dazu und kann so den anteil an Kakaopulver selbst bestimmen.
      Kakaoliqour ist die ganze Kakaobohne die gepresst wird. Verhält sich in der Verarbeitung genau wie Kakaobutter, ist aber Kakabutter und Kakao schon zusammen in dem Verhältnis wie man es in der Kakaobohne halt natürlicherweise hat.

      Für einen Adventskalender würde ich Kakaoliqour nehmen, der ist ein klein wenig fester und auf Kokosöl verzichten (außer du lagerst den Kalender im Kühlschrank *g*). Als Süßungsmittel dann eventuell etwas festeres als Honig/Agavendicksaft verwenden. Möglichst weiche/frische Datteln oder eventuell Xylit oder Kokoszucker. Die letzten beiden sind zwar nicht Roh damit wird die Schoki aber fester und ist Temperaturstabiler. In gekaufter Rohkostschokolade verwendet man z.B auch meistens Kokoszucker.

      Lg
      Rene

  2. Vielen Dank für die Tipps und Erklärung. Werde es mit dem Liquor, Datteln und Honig probieren, da wir auch brukern und jeglichen Zucker meiden? liebe Grüße Christin

  3. Hallo und lieben Dank für den tollen Post.
    Wo bekommt man denn die ganzen hübschen Formen her? Vor allem die auf dem 2. Foto in der Mitte (die „Platte“ mit dem floralen Muster) würde mich interessieren.
    Vielen lieben Dank

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