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Wilde Energiekugeln

Heute war ich wieder im Wald unterwegs. Im Wald kam mir dann spontan eine Idee, darum hatte ich es heute vor allem auf 2 Wildkräuter abgesehen. Und dann habe ich heute auch mal tatsächlich an die Kamera gedacht!
Also kommt mal mit in den „Mother Earth Shop“. Das Sortiment unterliegt starken Saisonalen Schwanklungen, aber mit der Qualität kann kein Supermarkt oder Bioladen mithalten ;-).

 

Und bevor es direkt in den Wald geht noch eine kleine Stärkung, junge Birkenblätter :-). Die sind recht Aromatisch und passen getrocknet auch gut als Zutat ins Kräutersalz.

 

Für mich ist die Natur etwas Heiliges. Ich brauche keine Kirchen und Tempel, die finde ich zwar von der Architektur her oft wunderschön aber die wahre Kraft liegt für mich in der Natur, vor allem in den Wäldern. Für mich ist alles in der Natur beseelt, darum begrüße ich den die Wesen des Waldes immer.
Dafür klopfe ich dreimal an einem Baum, Lege meine Hände darauf, schließe die Augen und sage einfach kurz Hallo, da bin ich

 

Die beiden Kräuter auf die ich es heute vor allem abgesehen habe ich Zeitgleich auch 2  meiner Lieblingskräuter. Der Giersch und der Sauerklee.

Der Giersch ist nicht nur eine sehr leckere Wildpflanze sondern auch der Schrecken aller Gärtner. Er breitet sich über große Flächen aus und wenn man ihn einmal hat wird man ihn nur schwer wieder los, ich verstehe nur nicht wie man ihn wieder loswerden will. Ein befreundeter Gärtner hat mal gesagt das es nur eine Möglichkeit gibt um den Giersch loszuwerden: Umziehen!
Geschmacklich liegt er irgendwo zwischen Petersilie und Karottengrün, aber etwas milder im Geschmack. Fast jedes Mal wenn ich in den Wald gehe um Kräuter zu sammeln darf der Giersch auch mit. Am liebsten Esse ich ihn einfach Pur, beim Giersch brauche ich kein großartiges Dressing. Etwas Giersch und Vogelmiere sind immer meine Verpflegung im Wald.

 

Der Sauerklee ist recht häufig hier in der Gegend. Ich Liebe seinen saueren Geschmack und noch mehr seine Wunderschönen weißen Blüten die nicht nur sehr lecker sind sondern auch in Salaten und anderen Gerichten eine tolle essbare Dekoration abgeben.
Der Sauerklee macht sich auch ganz gut im Eis. Allerdings enthält er auch einiges an Oxalsäure, daher auch der saure Geschmack. Man sollte ihn also nicht täglich oder in Größeren mengen Essen.

 

Bevor ich wieder nach Hause gehe nehme ich mir immer noch etwas Zeit. Ich hänge die Stofftasche(n) an einen Ast und stelle mich gerade hin. Und dann lausche ich einfach nur den Geräuschen des Waldes und tanke Kraft. Die klänge des Waldes und seiner Bewohner, dazu der typische Waldgeruch, die Licht der Sonne und eine leichte Briese die durch die Äste weht auf der Haut zu spüren…. Es gibt nichts schöneres für mich. Das fühlt sich einfach nach „Zuhause Ankommen“ an. Heute klang das ganz so, inklusive „Angriff“ einer Schwebefliege am Anfang 😀 und einem wehrlosen Giersch als Snack am Ende.

 

Zuhause wurden aus Giersch und Sauerklee dann Energiekugeln. Sehr Lecker, nach dem Fotografieren hatte ich nur ein Problem. Das ganze hat mir so gut gefallen das es weder Essen (Nein, natürlich eh nicht alles auf einmal) noch Umfüllen und in den Kühlschrank verfrachten wollte. 😀

Wilde Energiekugeln

1 ½ Handvoll Sauerklee
3 Handvoll Giersch
1 Stange Vanille
ein Stückchen getrocknete Orangenschale
7 Datteln (wer es süßer mag nimmt einfach mehr)
etwas Wasser

1 Tasse Hanfsamen
1 – 1 ½ Tassen Leinsamen
5 EL Braunhirse

Nach Wunsch noch Kokosraspel, Carob, Kakao etc.

Sauerklee, Giersch, Vanille, Datteln und Orangenschale in den Mixer geben. Dann ein wenig Wasser dazu geben. Es sollte gerade genug sein das der Mixer alles gut greifen und Pürieren kann. Ich habe natürlich gleich mal etwas zu viel Wasser erwischt und hatte am Ende einen etwas dünnflüssigeren Smoothie. Macht aber nichts, dann gibt es halt mehr Leinsamen.
Das ganze in eine Schüssel umfüllen.

Hanfsamen und Braunhirse fein mahlen und mit in die Schüssel geben.
Dann die Leinsamen ebenfalls fein mahlen und unter rühren so viel davon zugeben bis man einen nicht zu festen Teig bekommt (das ganze wird noch fester wenn die Saaten quellen). Konsistenz sollte etwas weicher als der Teig für Bratlinge etc. sein.

Das ganze dann 1-2 Stunden stehen lassen. Sollte der Teig dann noch zu weich sein zum Formen kann man noch etwas gemahlene Leinsamen dazu geben.

aus dem Teig kleine Kugeln formen. Wahlweise noch in Kokos, Kakao oder anderen Sachen Wälzen. Das war es dann auch schon. Nach dem Formen in einer Dose/Box im Kühlschrank aufbewahren. Je nachdem wie groß man die Kugeln macht werden es zwischen 30 und 50 Kugeln.

Und hier sind meine. Von innen nach außen: Carob, Sesam, Kokosraspel, Natur und „Alles Liebe“ (Blüten-Gewürzmischung von Sonnentor).