Mandel-Aprikosenkern-Käse

Ich habe seit langem wieder mal Nusskäse gemacht :-). Dieses Mal wollte ich mal wieder einen weißen „Käse“ machen. Dafür bieten sich natürlich Cashews oder für die absolute Luxusversion auch Macadamias an. Macadamia ist mir zu teuer um Nusskäse daraus zu machen, wenn ich irgendwann mal im Lotto gewinne oder viel Geld Erbe gibt es mal Macadamiakäse *gg*.
Cashews habe ich (schon wieder) fast keine mehr, die werden jetzt streng rationiert. Also habe ich mir etwas Arbeit gemacht und Mandeln und Aprikosenkerne geschält. Wem das zu viel Arbeit ist der schält sie nach dem Einweichen nicht sondern verwendet sie einfach so, macht geschmacklich jetzt kaum Unterschied.

Mandel-Aprikosenkern-Käse

400 g Mandeln
100 g süße Aprikosenkerne
1 ½ TL Meersalz
2 TL Schabzigerklee
380 g Rejuvelac

Die Mandeln und Aprikosenkerne über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten morgen das ganze noch mal gut abspülen.
Dann alles in eine Schüssel mit Wasser geben. Die Mandeln und Aprikosenkerne dann schälen. Durch das Einweichen kann man die Mandeln einfach aus der Schale „rausdrücken“. Geht recht einfach und schnell. Die Aprikosenkerne werde ich nie wieder schälen. Da hält die Haut Bombenfest und das schälen dauert ewig.

Nach dem Schälen alle Zutaten im Vitamix auf höchster Stufe Pürieren.

Ein Nudelsieb mit einem Baumwolltuch oder Wäschenetz (gibt es für knapp 2 € bei DM, eine günstige Alternative zu Nussmilchbeutel und Co.) auslegen. Ich nehme immer das Wäschenetz :-).
Das ganze mit einem Tuch abdecken und für 12-14 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.

Dann ist der Mandel-Aprikosenkernkäse auch schon fertig 🙂

Das ganze kann man dann noch weiterverarbeiten. Man kann zum Beispiel noch nach Lust und Laune Gewürze, Kräuter, verschiedene Saaten oder gehackten Nüsse einarbeiten.

Ich habe einen Teil davon zu einer Kräuterrolle verarbeiten. Ein Stück Frischhaltefolie mit Kräutern und Gewürzen nach Wahl bestreuen. Mit angefeuchteten Händen aus dem Käse auf einem Brett eine Rolle Formen und in den Kräutern rollen. Dann die Rolle in die Frischhaltefolie einrollen und die Enden zusammendrehen wie bei einer Wurst damit etwas Druck auf die Rolle kommt.
Wieder aus der Frischhaltefolie befreien und fertig 🙂

Nachdem der Sedona eh gerade eine Ladung Cracker und Bananen trocknen muss (immer diese Sklavenarbeit) habe ich noch etwas getestet das ich schon länger mal ausprobieren Wollte. Nusskäse mit Rinde.
Dazu einfach etwas von Käse in Muffinformen aus Silikon drücken und dann auf einen Einschub vom Sedona (ohne Paraflexxbogen) stürzen. Über Nacht bei 42 Grad trocknen lassen. Das ganze kann man dann aufschneiden und als Scheibenkäse auf Cracker legen :-).

Hier noch das Rezept für das Rejuvelac, eine art Brottrunk aus Angekeimten Getreide.
Ihr braucht dazu:

350g Roggen-, Weizen-, oder Dinkelkörner
Ein Glas oder eine Schüssel die 2 Liter fasst
Wasser

Das Getreide vorab Ankeimen lassen. Dann in das Glas füllen und bis knapp unter dem Rand mit Wasser auffüllen. Mit einem Tuch abdecken (am besten mit einem Gummiband fest machen) und 48 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Während der 48 Stunden beginnt das ganze zu fermentieren. Dabei wird das Wasser trüb, leicht milchig und entwickelt einen leicht säuerlichen Geschmack.
Nach den 48 Stunden gießt man das ganze durch ein Sieb und fertig ist das Rejuvelac. Im Kühlschrank hält sich das ganze ein paar Tage.

Das Getreide kann dann noch mal mit Wasser angesetzt werden, dieses Mal aber nur noch für 12-14 Stunden. Nach dem 2. Durchgang werden die Getreidesprossen dann entsorgt. Ich nehme sie meistens mit wenn ich in den Wald zum Kräutersammeln gehe und kippe sie dort auf den Boden. Wenn ich zurückkomme haben sich meistens schon dien Vögel darum gekümmert, die Lieben das zeug 😀

Das fertige Rejuvelac kann man dann wie oben im Rezept beschrieben für Nusskäse verwenden, als Starterkultur zu Milchsauer eingelegten Gemüse geben oder auch einfach so Trinken. Ann Wigmore hat ihren Patienten das Rejuvelac immer empfohlen um die Darmtätigkeit zu verbessern und die „guten“ Darmbakterien zu fördern. Durch das Fermentieren bilden sich im Rejuvelac viele Probiotische Kulturen die sich hier positiv auswirken.
Ich habe das Rejuvelac auch bei meinem letzten Heilfasten mit eingebaut. Da gab es dann jeden Morgen ein Glas voll 🙂